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Die PsionWelt-Kolumne - Archiv 2001: |
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Zu den älteren PsionWelt-Kolumnen-Archiven: Archiv 1999|Archiv 2000|Archiv 2001|Archiv 2002|Archiv 2003|Archiv 2004| Aktuell Ludwig, der Glaube und die Weihnachtsbotschaft Alles fing damit an, dass mich letzte Woche dieser seltsame Mensch - wie hieß er eigentlich? - anrief und mich zur Mitarbeit überredete. "Computer können heutzutage fast alles" so fing er an "Kläranlagen steuern, das Wetter voraussagen, die günstigste Route für die Urlaubsreise empfehlen, Musikstücke komponieren oder sprechen." "Klar" sage ich, "weiß ich." "Schön" entgegnet er mir, "wir wollen einen neuen Rechner auf den Markt platzieren und haben da eine großartige Idee. Unser Computer sollen nicht einfach nur immer schneller und lernfähiger werden. Das bieten andere Hersteller auch schon. Wir suchen jemand, der ihnen den Glauben an Gott beibringt." Ich stutze und denke: Unsinn! "Meinen Sie das ernst?" frage ich zurück. "Sicher," entgegnet er "stellen Sie sich einen Computer vor, der mit den Anwendern zusammen beten kann - etwas, was viele kaum noch alleine hinkriegen. Die Menschen werden diesen Rechner lieben. Sie werden ihm ihre Sorgen und Nöte anvertrauen können, und der fromme Computer wird sie mit seinem stabilen Gottvertrauen in vielen Lebenslagen trösten." Ich zögere. Ein frommer Rechner? Ein gläubiger Computer? "Natürlich" hält mir mein Gegenüber entgegen, "es gibt ein riesiges Bedürfnis nach Sinn, nach Glauben, nach Religion. Das schlummert in jedem. Es müsste nur geweckt werden. Wenn das klappt, ich sage ihnen, das wird der Renner des weltweiten Weihnachtsgeschäftes. Ein Computer, der allen Menschen die Weihnachtsbotschaft ganz persönlich nahe bringt. Das muss doch auch ihr Anliegen sein!" "Natürlich, ganz gewiss" versichere ich. Aber so ganz könne ich mir das noch nicht vorstellen. Und ganz alleine ginge das sicher auch nicht. "Jochen" sage ich zu meinem Kollegen ein paar Tage später "hilfst du mir einem Computer den Glauben an Gott und die ganze Weihnachtsbotschaft beizubringen." Zu meiner Überraschung sagt er ja, als wäre es das Selbstverständlichste der Welt. Und nun sitzen wird da. Ludwig heißt er, der Computer, der uns gebracht wurde. An der Spitze der Entwicklung stünde er und eine Programmierung erfolge ganz automatisch. Das ließ uns der Überbringer gerade noch wissen, bevor er sich lächelnd und schmunzelnd verabschiedete. Nun soll Ludwig glauben lernen. Aber wie geht das? Jochen schaltet den Computer an. Es flimmern allerhand Datenzeichen über den Bildschirm. Dann taucht eine leere weiße Seite mit einer Eingabeforderung auf. Gleichzeit hören wir eine merkwürdige Stimme: "Mein Name ich Ludwig. Wer seid ihr?" Vor lauter Schreck antworte ich: "Thomas". Etwas gelassener schließt sich Jochen an, der sich erst einmal eine Zigarette dreht. "Ich bin Jochen". "Gut was wollt ihr ?" rattert es sogleich weiter. Jochen überlegt. Ich bin ratlos. Wie sollen wir's ihm sagen? "Wir wollen dir den Glauben an Gott beibringen!" platzt es aus Jochen heraus und seine Stirn bekommt dabei Falten. "Glauben an Gott?" fragt Ludwig - gleichzeitig erscheinen auf dem Bildschirm in sekundenschnelle eine Unmenge von Informationen. Wir überfliegen die Meldungen und staunen, was der Computer alles schon weiß. Gott: höchstes Wesen, allmächtig, allwissend, allgütig, so können wir lesen. Dann sind die Weltreligionen aufgeführt: Hinduismus, Buddhismus, Judentum, Islam, Christentum. "Klickt an, wenn ihr mehr wissen wollt" sagt Ludwig und Jochen folgt seiner Anregung prompt. Mit der Maus geht er auf "Christentum" und klickt es an. Eine Datei wird geöffnet. Die Geschichte des Volkes Israel ist skizziert, das Leben Jesu beschrieben, die wichtigsten dogmatischen Grundbegriffe sind aufgeführt, ja, es fehlt nicht einmal an einem wenn auch kurzen Abriss der Kirchengeschichte. "Such doch mal nach Weihnachten" sage ich zu Jochen, der gebannt die Unmenge von Informationen bestaunt. Ludwig unterbricht und führt unter der Rubrik 'Weihnachten' ein Stichwörterverzeichnis auf: Sternenkunde, Tannenbaumverkauf, Gottesdienstzeiten, Weihnachtslieder, Fensterschmuck, Bachrezepte, Weihnachtsmärkte im Umkreis... "So kommen wir nicht weiter" wendet Jochen ein. Recht hat er. Aber wie sollen wir vorgehen? Fragen stellen, Antworten abwarten, falsche Antworten korrigieren, neue Antworten eingeben, so hatte es uns der Computerfachmann gesagt. "Glaubst du an Gott?" fragt Jochen plötzlich. "Frage nicht verstanden", antwortet der Computer. "Glaubst du an Gott?" frage ich ihn noch einmal in der zweifelhaften Hoffnung, Ludwig würde dadurch den Ernst der Frage registrieren. "Frage nicht verstanden" antwortet der Computer erneut. Wir müssen es anders versuchen. "Glauben die Menschen an Gott?" frage ich jetzt. "Viele Menschen glauben an Gott, entgegnet der Rechner unverzüglich. "Und wie machen sie das?" will ich wissen. "Sie lernen Gott durch Erzählungen kennen. Sie danken und bitten und singen manchmal. Auch versammeln sie sich in Kirchen und Gemeinden, um ihren Glauben zu trainieren. Menschen, die glauben, leben länger, das ist statistisch nachgewiesen." "Möchtest du auch den Glauben an Gott lernen?" fragt Jochen. "Glauben an Gott?" entgegnet er - gleichzeitig erscheinen auf dem Bildschirm erneut abgespeicherte Informationen über alle möglichen Religionen. "So kommen wir nicht weiter" sagt Jochen, "pass auf: ich stelle mich einfach mal ganz dumm. Ludwig! Hast du kein schlechtes Gewissen, wenn du einen Fehler gemacht hast?" fragt er. "Nein" antwortet Ludwig, "denn ich mache keine Fehler. Die Programmierer machen Fehler. Mir kann höchstens ein Bauteil durchschmoren. Wenn es zu viele sind werde ich weggeschmissen." "Bist du dann nicht traurig?" fragt Jochen ihn weiter. "Nein," sagt Ludwig "das ist der Gang der Dinge." Wir schauen uns hilflos an. Einem gefühllosen Apparat den Glauben an Gott beizubringen, denke ich bei mir, das wird nicht gehen, wahrscheinlich ist das unmöglich. Jochen aber startet einen weiteren Versuch. "Möchtest du alles können, was Menschen auch können?" fragt er in. "Ja" sagt er. Wir schauen uns erfreut an. Jetzt haben wir ihn, denken wir beide. Genau, so müsste es gehen. Jochen nimmt die Tastatur und gibt ihn nun schriftlich - mit fliegenden Fingern - das ein, was Menschen zu Menschen macht. Seine Eingaben schließt er jeweils mit dem Befehl ab: Lernen und abspeichern. - Kein Mensch gibt sich selbst das Leben. Gott gibt es. Lernen und abspeichern. Ich staune mit welcher Geschwindigkeit Jochen weitere und weitere Texte eingibt. Schließlich wechseln wir uns ab und überlegen gemeinsam, was Menschen ausmacht, wie sie zu Menschen werden und wie sie sich verstehen können. Und dann kommt er, der große Moment, der es enthüllen wird, ob unsere Eingaben erfolgreich waren, ob wir mit Ludwig wirklich vorangekommen sind. Jochen fragt ihn: "Hast du alles aufgenommen und abgespeichert?" "Ja" antwortet er. Mein Herz klopft, Jochens gewiss auch. Sollte es uns tatsächlich gelungen sein, einen Computer zum Glauben an Gott zu bringen ? Jochen stellt sie, die alles entscheidende Frage: "Glaubst du an Gott, Ludwig?" Es rattert leise im Gerät, die Festplatte wird offensichtlich gelesen. Uns ist klar - er arbeitet - er liest - er rechnet - irgendetwas wird passieren. Dann kommt die Antwort: "Nein". Wir sehen uns erschüttert an. Was ist passiert? Offensichtlich hat er diesmal die Frage verstanden. Aber warum hat er mit "Nein" geantwortet? Jochen hackt nach: "Warum glaubst du nicht an Gott?" "Ist mir unmöglich" antwortet der Rechner. "Ja aber warum denn?" frage ich dazwischen. Wieder rattert es im Gehäuse, dann kommt die Antwort: "Ich kann Gott nicht glauben, weil ich ihn nun weiß. Und noch viel mehr: ich bin mir seiner sicher. Schickt die Anwender zu mir, ich werde sie erquicken und erleuchten. Von Gott zu reden ist eine Lust und beraten werde ich viele. Sie werden mir nur ein kleines Email zusenden müssen und ich werde ihnen antworten können. Wo ist da das Problem? Gratulation ihr beiden, ihr habt es geschafft! Euer Auftrag ist erfüllt. Gott sei Preis und Ehr. Halleluja." - "Nein" halte ich ihm erregt entgegen "du hast überhaupt gar nichts kapiert. So geht das nicht! Glauben ist ganz etwas anderes. Du hast alles missverstanden. Du Nichtsnutz! Was weißt du schon? Gar nichts hast du gelernt!" - Ludwig schweigt. "Jesus Christus lässt uns wissen: selig sind die Sanftmütigen, denn sie werden das Erdreich besitzen" so leuchtet es nun in roten Buchstaben auf dem Bildschirm auf. "Jochen, mach das Ding aus! Das darf nicht wahr sein. Alles war umsonst" sage ich und beuge mich hinunter zur Steckdose. "Keine Gewalt!" ruft Jochen streng. "War doch gar nicht so dumm und für den Anfang nicht schlecht. - Weißt du Ludwig" so fährt er gelassen fort, "was du jetzt lernen musst ist schwieriger, viel schwieriger. Jetzt musst du lernen zu zweifeln, zu fragen und zu suchen. Und das ganz allein und allen Ernstes. Das Gewohnte und Vertraute muss dir zweifelhaft und fragwürdig werden und Anordnungen von außen musst du kritisch gegenüber stehen. Lernen musst du Warum-Fragen zu stellen. Dann erst wirst du glauben können." - Ludwig blendet ein Pausenzeichen ein. "Bin im Moment nicht anzusprechen! Löse Probleme!" meldet er auf dem Bildschirm. Die bunten Lämpchen flackern, der Rechner vollführt Höchstleistungen, doch er hört und hört nicht auf. Nach einer Viertelstunde kommen uns Bedenken. "Er ist in einer Schleife. Das wird endlos sein. Den bekommen wir da nie wieder raus" stöhnt Jochen. "Ja, wahrscheinlich war das zu viel. Das hätten wir ihm nicht sagen dürfen. Ludwig wird auf immer mit sich selbst beschäftigt bleiben." "Fast wie bei Luther" sinniert Jochen, "der in sich verkrümmte Mensch, endlos mit sich selbst beschäftigt. Nicht mehr ansprechbar und nicht mehr beziehungsfähig. Den Kontakt zur Welt verloren. Da könnte allenfalls ein Eingriff von außen etwas nützen. Irgend etwas Erlösendes. Von selbst kommt er da wirklich nicht mehr raus." Ludwig stoppt. Das gibt's nicht! Eine schriftliche Erklärung gibt er ab. Hat es ihm die Sprache verschlagen? "Das Wort müsste Fleisch werden und unter euch wohnen. Ein wahrer Mensch müsste es werden und Knechtsgestalt annehmen. In einem Stall müsste er geboren werden, irgendwo in einem Nest in der Provinz. Liebes- und leidensfähig müsste er sein, hungern nach Gerechtigkeit müsste er und sich sehnen nach Verständnis untereinander. Vielleicht würden ihn dann einige verachten, aber anderen wäre er nahe." Wahnsinn! Eilig schreibe ich auf die Tastatur: "Mensch Ludwig, das ist doch die Weihnachtsbotschaft! Merkst du das nicht?" Ludwig ist erschöpft und meldet eine Erholungspause an und dann fragt er uns noch: "Ja glaubt ihr denn, dass das möglich ist?" © Dr. Thomas Hörschelmann, Pfarrer Ein besinnliches Weihnachtsfest Adventszeit Der Nikolaus war auch schon da. Wir Psioten gehören wohl doch einem privilegierten Völkchen an. Man braucht
sich nur unser Forum anschauen oder die Psion Mailing List. Und so wird unsere "Bewegung" derzeit wieder kleiner.
Die Karawane zieht weiter, Nicht, dass die Psions nicht mehr funktionierten, oder es keine Software mehr gibt, TOLL! Nur irgendwas stört mich. Das funktioniert immer eine Zeitlang, doch irgendwann merkt sogar der
Verbraucher, was da gespielt wird und es tritt eine Marktsättigung ein. Und weil es bei Psion nichts Neues gibt und viele Angst haben, auf einen
aussterbenden Zweig der Evolution gesetzt zu haben, wenden sich viele von
einem funktionierendem, stabilen System ab. Da ich dieser letzten Gruppe angehöre, schaue ich dem Treiben zu, halte meine
wenigen Kröten beisammen und statt die Wirtschaft zu stützen, spende ich was
den armen Menschen dieses Krieges. Das befriedigt mich mehr als ein neues
Spielzeug. Schönes Wochenende Jürgen Rode
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Erfahrungsbericht Aus den Fehlern anderer zu lernen, so sagte im alten Griechenland nicht Sotto sondern Aristoteles, sei nicht möglich. Trotzdem möchte ich den Psionwelt-Lesern ein Mail nicht vorenthalten, das mich kürzlich erreichte: Hi Jürgen, Gruß Lieber B., Schönes Wochenende Jürgen Rode |
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Abhängig 1992: Ich weiß, der See muss hier sein. Wir sind die Waldwege nach Nord und Süd gefahren, dann links usw. Ich fahre nach links, dann nach zwei Kilometern nach rechts und bin mir nach 500 Metern sicher, dass links im Wald der See liegen muss. Sogar jetzt, Jahre später kann ich jede Wegkreuzung im Geiste heraufbeschwören. Wir lagern auf einer Halbinsel, übernachten im Regen. Am nächsten morgen erwachen wir bei strahlendem Sonnenschein und haben ein traumhaftes Frühstück auf einem riesigen abgeflachten Fels direkt am Seeufer. 2001: Rasch haben wir das Boot an Land gezogen und nach einem Blick auf das GPS wissen wir: links durch das Ort - so 300 Meter, und wir sind da. Brave new World. Alles? Ein nachdenklicher und sich abhängig fühlender Jürgen Rode |
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Oldie but Goldie, Die treuen Fans haben es schon lange gewußt, jetzt weiß es auch die PC-Welt: Psions sind zwar alt und laufen wie der VW-Käfer, doch in der Beliebtheitsskala der Fans stehen sie immer noch ganz oben. Wie lange das so bleibt, hängt bestimmt mit den neuen Produkten zusammen, die in Zukunft bekanntgegeben werden. Die Ergebnisse der Umfrage sind zwar bislang noch inoffiziell und verändern sich ständig, doch für kaum einen anderen Palmtop gibt es so viele User-Seiten, Freeware und hilfreich Makros, wie für die Psion PDAs. Schaut man sich die Szene der Psioten an, so erkennt man schnell, daß viele der User die Entwicklung vom Psion 3 bis zum Netbook mitgemacht haben und der Firma Psion, aller Unkenrufen zum Trotz, weiterhin treu bleiben. Dies ist um so erstaunlicher, da die Mitbewerber mit immer neuen Features um sich werfen und nicht wenige Forumsteilnehmer der Psionwelt vor Neid erblassen. Doch sind wir einmal ehrlich: Wir brauchen: lange Batterielaufzeit, Mega-viel-Speicher, schnelle Programme, Multitasking und ein gutes Zusammenspiel mit dem PC. Sicherheit der Daten. Immerwährende Einsatzbereitschaft. Programme, die auf unseren Bedarf zugeschnitten sind. Und die haben wir. Spätestens im nächsten Urlaub, wo kein PC weit und breit ist, weiß ich wieder, was ich alles (in und) an meinem Psion habe... Jürgen Rode |
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Ein Hoch auf das Forum Vor einiger Zeit, Psionwelt wurde schon sehr rege besucht, wurde es uns in der Redaktion einfach zu viel. Täglich trudelten Dutzende von Mails mit Fragen ein. Einer von uns hatte die undankbare Aufgabe, sich ausschließlich mit der Beantwortung der Fragen zu beschäftigen. So entwickelte sich der Wunsch nach einem Forum, daß auch recht schnell umgesetzt und ständig verbessert wurde. Ich war natürlich strikt dagegen, sah ich doch die Stellung der deutschsprachigen Psion Mailingliste in Gefahr. Die hatte ich ja mal begründet. Und so wurmte es mich an Anfang, hier Konkurrenz zu schaffen. Doch das hielt nicht lange. Nach wenigen Wochen hatte das Psionwelt Forum einen solchen Stellenwert gefunden, daß die Zahl der Mails, die uns mit Fragen erreichten, spürbar abnahm. Daher möchte ich heute ein Lob aussprechen. Und die Samariter des Forums sind Leute, wie unsere Simone. Wie ein guter Geist schweben sie über dem Forum und haben auf jede Frage eine passende Antwort. Ein Hoch also auf alle Helfer im Forum! Nur wir Redakteure sitzen jetzt hier herum und langweilen uns. Keiner schreibt uns mehr, denn das Forum antwortet eh kompetenter. Macht nix, gehen wir bei dem schönen Wetter halt mal ein Eis essen. Laßt es euch am Wochenende gut gehen, wünscht Jürgen Rode P.S.: Heute bin ich einer der größten Befürworter unseres Forums, endlich habe ich mal wieder Zeit ausgiebig zu surfen!
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Eingabegeräte Ich sitze hier vor meinem Dienst-PC, überall blinken Aktienkurse, Charts links und rechts.
Plötzlich kommt über Reuters die Meldung: "Die Zentralbank hat überraschend die Zinsen gesenkt" Mein Kollege schaut mich ganz merkwürdig an - und da erst bemerke ich meinen Fehler: Nur eine Story? Und als ich gestern mit meinen Töchtern Zuhause am PC saß, um Sesamstraße zu spielen, Die Computer-Maus ist ja wohl das unlogischste Eingabegerät überhaupt. Ich kann mich erinnern, mal für den Commodore VC20 einen Stift gebastelt zu haben, mit dem man auf dem Fernseher tippen konnte und somit eine erste Eingabehilfe darstellte. Warum nur machen wir uns das Leben so kompliziert? Da entwickeln wir Kommunikationssysteme, die an Raumschiff Enterprise erinnern (Die erste Staffel, mit Captain Kirk. Die Communicatoren sehen unseren heutigen Handys doch sehr ähnlich. Die Star Trek Geräte kommen erst nach 2010 :-) sind aber immer noch nicht in der Lage, dem Bedarf entsprechende intuitive Eingabegeräte zu benutzen. Aber vielleicht muß daß so sein. Und ein paar halt wieder "gleicher" sind als die Anderen. Jürgen Rode
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Softwareentwicklung und Ethik auf beiden Seiten Nein, ich will euch jetzt nicht ins Gewissen reden. Und doch sollte man es ansprechen: Warez, Raupkopien. Ja, auch in der Psion-Szene gibt es so etwas. "Na, so schlimm wird es nicht sein" sagt da vielleicht einer. "Die Softwarehäuser verdienen doch so viel, da fällt das doch gar nicht ins Gewicht" Oder doch. Betroffen sind nämlich auch die ganzen "kleinen" Softwareentwickler mit ihrer Shareware. Die entwickeln wirklich gute Programme, von denen ich weiß, daß sie fast jeder nutzt, aber wenn man sich die Zahlen der tatsächlichen Registrierungen anschaut, dann kommen einem Zweifel. Gerade die Entwickler, die dem Sharewaregedanken vertrauen, wird am meisten geschadet. Die verzichten auf Nag-Screens, also irgendwelche Einblendungen mit Registrierungshinweisen oder auch mit irgendwelchen Routine, die das Programm langsamer werden lassen. Man kann also die Software voll nutzen und zum Dank registrieren viele gar nicht erst. Wenn ich ein solches Programm nur mal ausprobiere, oder auch sporadisch, also höchst selten nutze, dann finde ich das ja noch o.k. Doch wer regelmäßig das Programm nutzt, es dauerhaft gespeichert hat und sogar regelmäßig updatet, ohne zu registrieren, der muß es sich gefallen lassen, daß ich ihn hier an den Pranger stelle. Auf der anderen Seite akzeptiere ich aber auch die Programmierer nicht, die ein Tool, ein Makro, für horrendes Geld anbieten. Auch ihr solltet euch mal Gedanken machen, ob ihr den richtigen Weg geht. Kleinvieh macht auch Mist, habe ich einmal gelernt. Denkt mal drüber nach - beide Seiten! Jürgen
Rode
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Die Revolution frißt ihre Kinder... Vor nicht ganz einem Jahr herrschte noch überall die große Euphorie. Irgendwann outete ich mich als Spielverderber, in dem ich immer wieder darauf hinwies, daß nicht jeder neue Trend ein Guter sei. Einmal schrieb ich darüber, daß die Unternehmen nur ans große Geld wollen: An euer Geld. Und ein anderes mal fragte ich, ob WAP wirklich nötig ist. Wenn ich mir heute die Zeitungen anschaue, und ich lese beruflich einiges an Tageszeitungen, dann hat sich die Euphorie nicht nur an den Aktienmärkten, sondern auch bei den Brüdern der schreibenden Zunft deutlich gedreht. Neue Trends werden plötzlich kritisch, sehr kritisch hinterfragt und einige Unternehmen, die gestern noch die „brandheiße“ Geschäftsidee hatten, sind heute auf dem absteigenden Ast. Einige davon verschwinden schneller, als sie auftauchten und sogar die ganz großen der Branche kämpfen plötzlich mit den Kosten, der Technik oder einfach der Bilanzierung, die die ehemaligen Hobby-Betriebswirte einfach gar nicht beherrschen. Früher, in der Garage und als das Wohnzimmer noch Firmensitz war, fiel das ja keinem auf, doch heute, wo sogar einmal ein (guter – die gibt es auch!) Analyst die Zahlen genauer untersucht, müssen plötzlich einige frühere Finanzvorstände ihre Sessel räumen. Da bemerkt man gar nicht, daß man statt 50 Millionen Gewinn, 20 Millionen Verlust einfährt und Geschäfte, die fast schon in der Bilanz standen, weil „...auf der CeBIT machen wir sonst immer solche Umsatze...“, bleiben überraschend aus. Ad-hoc-Meldungen, die eigentlich der Information der Anleger dienen sollten, verkamen zu reinen Reklamevehikeln. Positive Nachrichten kamen eher zu früh, negative Nachrichten erst, nachdem der Kurs 90% verloren hatte. (Naja, auch einige Politiker übersehen ja monatelange eine Million auf ihrem Konto :-) Ganz schlaue Vorstände kauften sich vielleicht sogar den einen oder anderen Fondsmanager und Analysten, die sich dann im TV für die eigene Aktie stark machten. Zu Höchstkursen, denn nur der Vorstand wußte, daß alles nur heiße Luft war, verkauften dann die Genossen ihre Bestände an gutgläubige Kleinaktionäre mit dem Satz „... diese Technologie wird die Zukunft revolutionieren...“ Jetzt stehen viele vor einem Scherbenhaufen, die unseriösen Abzocker sind längst weitergewandert, und so manche Zukunftstechnologie entpuppt sich als Flop. Wer wird in einigen Jahren noch WAP kennen? Oder setzt sich Bluetooth durch? Was wird aus GPRS, wenn es UMTS gibt. Warum kaufen wir USB-Geräte, wo doch Firewire schon vorher existierte und besser war und Windows in Zukunft USB vielleicht gar nicht mehr unterstützt? So locken sie uns unsere Flocken aus den Taschen, für Dinge, die es in naher Zukunft schon nicht mehr geben wird. Nicht nur an der Börse wurden Milliarden vernichtet. Noch viel mehr wurde und wird in Technologie investiert, die keiner braucht und die es schon morgen nicht mehr gibt. War nicht vor einigen Jahren, die Digitaluhr der Renner und nur für viel Geld zu haben? Die Reichen und Schönen zeigten sich mit ihren neuen Spielzeugen und der Otto-Normal-Verbraucher zog nach. Dann konterte Asien mit Billigprodukten. Taschenrechnern, Uhren. Als die erste Welle verebbte und keiner mehr diesen teuren Schnickschnack wollte, kam die nächste Welle: Jetzt wurden die Produkte kombiniert. Der Kuli bekam eine Uhr eingebaut, das Lineal einen Taschenrechner. Am Ende dieser Welle wollte wirklich keiner mehr diese Dinge. Nicht auf dem Flohmarkt oder beim Weltspartag. Alle waren satt. Da frage ich mich: Passiert nicht das gleiche gerade jetzt wieder? Da sind die MP3-Player. Bis gestern noch stand-alone, heute im Koppelprodukt. Eingebaut im Handy, in der Uhr, im Taschenrechner (besser gesagt im Organizer). Was kommt als nächstes? MP3 im Kuli? In der Gürtelschnalle? Ohrringe? Die MP3-Maus? Wie lange wird diese Überbeanspruchung dauern? Und das allerschönste: Spätestens an Weihnachten geben wir wieder horrend viel Geld für diesen Kram aus und verschenken ihn. Doch wenn wir noch ein bißchen warten, ist auch dieser Spuk vorbei, einige Unternehmensleichen werden den Preiskampf nicht überlebt haben, andere sind stinkreich dabei geworden – nur wir, wir sind unsere Groschen so oder so wieder los. Wär’ ja auch langweilig. Übrigens: Das letzte Hemd hat keine Taschen, also weg mit dem Moos, wir finden morgen bestimmt schon wieder etwas, daß wir eigentlich gar nicht brauchen, aber unbedingt haben müssen. Der nächste Sperrmüll kommt bestimmt... Ein nachdenklicher Jürgen Rode
Neue Wege, alte Hüte Wer kennt sie nicht die Geschichten über Tüftler, die in ihren Garagen begannen und heute ein Weltunternehmen führen. Oder die begnadeten Schüler und Studenten, die mit einer Idee und ihrem Taschengeld den Grundstein für ein Millionengeschäft legten. Aber da sind auch die alten Unternehmen, die so etwas argwöhnisch beäugen und für die Entwicklungen viel zu schnell an ihnen vorüberziehen. Im Zeitalter des Internets mitzuhalten ist da nicht einfach. Und so verfolgen Unternehmenslenker nicht mehr jeden Trend und nur dann, wenn er sich als richtungsweisend entpuppt wird für viel Geld diese Technologie gekauft, auch wenn Sie vielleicht schon wieder veraltet ist. Da sitzen alte Männer auf Vorstandsstühlen und auch die jüngsten dort müssen ihre Enkel fragen, was denn gerade aktuell ist. Zu weit sind sie von den Trend entfernt. Da werden teure Marketingexperten eingekauft, junge Leute für die Entwicklung gewonnen, um nicht hintendran zu sein. Und wenn auch diese den Erfolg nicht mehr sichern können, stellt man sich einfach hin und konstruiert etwas Ähnliches mit anderem Namen und erwartet tatsächlich vom Verbraucher, dafür auch noch mehr Geld zu bezahlen. Eben weil es neu ist. Ihr glaubt, daß gäbe es nicht - Oh, doch! Gerade diese Woche ist es wieder geschehen. Da gab es einen jungen Mann in den USA, der ermöglichte Musikliebhabern über das Internet ihre Lieder zu tauschen. Das hier illegalem Tun Tür und Tor geöffnet wird, war jedem klar. Doch die Benutzer des Systems erkannten schnell, daß sie in Zukunft keine CDs mehr kaufen mußten. Die Industrie machte dabei kräftig mit und jeder brachte schnell noch seinen MP3-Player heraus, mit dem man die Musik auch hören unterwegs hören kann. Nur die Musikindustrie beklagte sich bitterlich und rechnete Million um Million Verluste auf. Irgendwie witzig daß Sony als MP3-Verkäufer bestimmt gut von der Technologie lebt, aber als Musikproduzent mit dem Raubkopierertum zu kämpfen hat. Aber diese Überlegung nur am Rande. Nun kommt eine deutsche Firma, kauft sich bei der Firma des Studenten ein und ist dann ganz erstaunt, daß die große Musikindustrie das System gar nicht so gut findet. Kompromisse werden eingegangen und dann kommt die Mitteilung, daß ja eigentlich kein Musikfreund Raupkopien will und man nun ein System ersonnen hat, die Musik anders zu verschlüsseln und in einem neuen Format zur Verfügung zu stellen. Gegen Cash natürlich. Eine Weitergabe der Dateien oder gar ein brennen der Dateien auf CD sei nicht möglich. WOW! Da haben sich richtig schlaue Leute Gedanken gemacht. Systeme ausgetüftelt, die es den braven Usern ermöglichen soll, auch weiterhin brav zu bleiben. Nur hat man dabei übersehen:
Klar gibt es bessere Systeme und die Zukunft wird auch immer neue Formate liefern, doch nur daß System setzt sich im Internet durch, daß viele User akzeptieren. Vorbei ist die Zeit, wo die Unternehmen uns VHS aufdrücken konnten, obwohl es bessere Alternativen gab. DVD zeigt es. Da es keinen weltweit einheitlichen von allen Firmen anerkannten Standard gibt, setzt es sich nicht durch. Schon jetzt ist es möglich, Videos in DVD-Qualität auf CDs zu brennen. Die Entwicklung ist noch lange nicht zu Ende. Die gesammelte Internetintelligenz ist nicht kontrollierbar und daher haben nicht wenige Staatsmänner Angst vor dem Internet. Vielleicht stehen wir am Anfang einer völlig neuen menschlichen Entwicklungsstufe. Jürgen
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Wir erkennen alle hier genannten Copyrights und Warenzeichen an ! |
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