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Die PsionWelt-Kolumne - Archiv 2000: |
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Das Jahr neigt sich zu Ende und im Advent versuchen wir trotz aller Hektik einmal mehr Ruhe zu finden. Advent – Ankunft Advent – Erwartung Ankommen. Ein Kind wird geboren, es kommt auf die Erde. Wir erwarten seine Ankunft. Und in dieser Zeit, die so dunkel ist und uns einlädt, einmal die Kerze auf den Tisch zu stellen, eine schöne Tasse Tee und Gebäck dazu; in dieser Zeit sehnen wir uns nach Ruhe. Mal wieder zu mir finden. Besinnlich über das Jahr nachzudenken, über mich, über mein Sein, mein Dasein. Im meinen Wunschvorstellungen sehe ich mich immer gerne so. Vielleicht noch ein Buch in der Hand oder im Gespräch über philosophische Themen mit meiner Frau. Dann holt mich das Gepiepse meines Psion auf den Boden der Tatsachen zurück. "Termin, Termin" schalt mir schon beim Öffnen des Deckels entgegen. "Geschenk kaufen" oder "Oma besuchen" oder "Weihnachtsfeier-Verein" So rauh kann die Wirklichkeit sein! So schön es ist, mit einem Palmtop seine Zeit zu managen, Mehr Zeit haben wir deswegen trotzdem nicht. Jeder neu gewonnene Freiraum, jede durch Optimierung gewonnene Minute wird sofort wieder verwendet. Verwendet nicht zur Erholung, nein, verwendet für die nächste Aktion, den nächsten Event, den nächsten Streß. Und dabei wünschen wir uns doch alle: Nur ein bißchen mehr Zeit für mich selber. Ein paar Minuten Ruhe. Eine kleine Erholung. Doch was passiert, wenn man es dann wirklich geschafft hat. Die Kerze ist an, die Tasse Tee steht bereit, ein Gesprächspartner oder ein gutes Buch warten? Vor lauter Angst zu sich selber zu finden, sich mit dem eigenen Sein auseinander setzten zu müssen, verfallen wir in den nächsten Aktionismus. "Eigentlich muß noch der Schrank aufgeräumt oder die Fensterbank, zu der ich gerade schaue, könnte auch neu gestaltet werden." Und wir wirbeln wieder los. Wir sind so weit weg von der Ruhe, daß wir die Ruhe weder genießen können, noch mit ihr etwas anfangen wollen. Auf der Jagd nach Ruhe gehen wir die seltsamsten Wege. Der unsinnigste ist wohl Ruhe in Fernreisen, Urlaub genannt, zu vermuten. Nach dem wir all die Sachen zusammengesucht, verpackt und zum Flughafen geschleppt haben, Uns schon im Auto über den Stau geärgert, beim Einchecken bemerken, daß etwas vergessen wurde, im Flieger neben diesem unmöglichen Typ saßen, sitzen wir endlich in unserem Liegestuhl und warten, daß Ruhe einkehrt. Doch nicht die Ruhe kommt über uns, sondern der Animateur, der uns auf keinen Fall zur Ruhe kommen lassen soll. Animation ist angesagt und schon sind wir mitten drin, zwischen lauter tollen, lachenden Menschen. Immer dabei und doch daneben. Beim Heimflug dann einige Stunden im Flieger geschlafen, den Urlaub bis zum letzten Tag ausgereizt - es soll sich ja lohnen - ,morgen geht es wieder arbeiten. Das letzte bißchen Erholung geht dann spätestens auf der Autobahn, beim Heimweg verloren. Jetzt ein wenig Urlaub. Ein wenig Ruhe. Daheim geblieben wäre oftmals besser gewesen, die Erholung größer. Und so bleibt unsere Sehnsucht nach der Ruhe. Kehr um, möchte ich rufen. Nimm ein gutes Buch (ruhig das Psion Power-Buch :-) und genieße es wieder Ruhe zu haben. Kein Fernsehen, kein Radio, Stille erleben und genießen lernen wünscht euch in der Adventszeit Jürgen Rode Psionwelt Und läuft und läuft und läuft... Es gibt Dinge im Leben, würde man sie versuchen zu planen, es würde nie funktionieren. Da sitze ich gestern an einem Stammtisch in Oberhessen. Auf Besuch bei Verwandten, wollte ich mal die Dorfkneipe kennenlernen. So ein richtig nettes, muffiges, viel zu helles Ding. Die Decke schon ziemlich Gelb, in der Ecke hängt ein gelbes Fliegenband von der Decke herab. Man sieht nicht mehr viel von dem Gelb, der vielen Fliegen wegen. Der Fußboden gefliest, die Theke abgewetzt. Na, ihr wißt ja selbst wie das so ist. Hinter dem Tresen ein Schrank von einem Kerl serviert mir ein Schnitzel – sieht unappetitlich aus, von jedem zuviel und das Gemüse schwimmt in der Soße. Aber es duftet und schmeckt – unglaublich, selten so gut gespeist. Nach dem Essen, lädt mich einer zum Stammtisch ein. Na klar, man weiß, ich bin der Neffe von "der Gertrude". Da geht so etwas schon mal. Mit am Tisch sitzen zwei Bauern und, wie ich später herausbekomme, der Bürgermeister, ein Banker und zwei Studenten. Der Abend wird länger. Es geht um Fußball, um Politik und irgendwann um UMTS. Was wissen die schon von UMTS, denke ich hochnäsig. Sie wissen ziemlich viel. Irgendwann holt einer ein Handy aus der Tasche und verteidigt seinen Serviceprovider. Im nu liegen 5 Handys auf dem Tisch und die Herren fachsimpeln über die billigsten Konditionen. Ich kann da nicht mitreden, habe erst seit kurzem ein Handy. Also hole ich meine 5mx aus der Tasche und versuche so richtig auf den Putz zu hauen. Aber weit gefehlt. Die Herren lassen sich nicht beeindrucken. Der Banker hat einen Palm und die Studies einen WinCe-Rechner. Da holt der Bauer einen Serie3a aus der Tasche. "Ohh,", sage ich "so einen hatte ich auch einmal. Darf ich" Und schon nehme ich mir den Serie 3a. Erinnerungen werden wach, an meinen ersten Psion. Gut liegt er in der Hand. Noch besser als mein 5mx. Das graublaue, gewellte Gehäuse macht einen edlen Eindruck. Ich klappe ihn auf und das kontraststarke Display erwacht zum leben. Ich tippe auf dem Bildschirm herum und es dauert einen Moment, bis ich realisiere, daß die Serie3 ja keinen Touchdisplay hat. Schön war es damals. Ich hatte ALLE Shortcuts im Kopf, jeden Kniff kannte ich. Die Diamanttaste gab es damals noch. "Witzig" sage ich zum Bauern ("Nein, ich bin Bauer" sagte er, als ich meinte er sei Landwirt) "ich hatte auch mal einen Serie3a und der hatte an der Ecke den gleichen Sprung. Nu meiner hatte einen defekt in der Klappe für die Speicherkarte. Da mußte ich den eingebauten Schalter immer mit einer Büroklammer zurück drücken, damit die Karte erkannt wird" "Ist bei dem auch so", meinte mein Gegenüber "Und ich hatte eine 2MB und eine 128K-Karte, müßte Schach draufgehen" Ich machte die Bodenplatte auf und eine Schachkarte fiel mir entgegen. So ein Zufall, dachte ich. "Ich habe ihn aus Kassel." meinte der freundliche Schrank vor mir wortkarg, "gebraucht gekauft – hab´ ich jetzt 2 Jahre. Ist alles drin. Alle Adressen, alle Preise, alle Rechnungen. Klasse" Langsam schob ich die vielen Zufälle auf das dritte Bier, doch ich wollte es genau wissen und öffnete auch das Batteriefach und nahm die Batterien heraus. Der Tisch schaute mich zwar ein wenig ungläubig an, doch ich fand was ich suchte. "Das ist definitiv MEIN Serie3a. Also, ich meine, es war meiner" Ich hatte nämlich in die Unterseite des Batteriefaches meinen Namen mit einem Messer eingeritzt. Und da stand tatsächlich: Jürgen Rode (Müßten noch einige gebrauchte 3a, 3c, 5 und 5mx mit diesen Insignien existieren – schaut mal nach) Wie der Serie3 seinen Weg vom Frankfurter Raum bis nach Kassel und dann in die hohe Rhön fand, bleibt zwar bestimmt für immer ein Geheimnis, doch er überdauerte jetzt bei verschiedenen Benutzern die letzten 5 bis 6 Jahre und funktioniert noch, wie am ersten Tag. Klar sah man die Gebrauchsspuren, doch trotz täglichem Gebrauch tut er noch immer treu seinen Dienst. Ich hatte ihn selbst 1994 gebraucht gekauft, weiß also nicht, wie alt er wirklich ist – doch finde ich es bemerkenswert, daß dieser 3er noch existiert. Ob mein 5mx auch so lange durchhält. Wir dürfen gespannt sein. Das erinnert mich an die VW Käfer Story: und läuft und läuft und läuft... Jürgen Rode (Psionwelt) Geldvernichtung Jeden Tag
sehe ich sie stehen. Überall. Noch nie
gab es so viele jugendliche Handybenutzer. 76% der 15 jährigen sollen
eines haben. Wer keines hat ist out. SMS ersetzt den Brief. Liebesbriefchen
gibt es nur noch so. Wir schrieben früher Zettelchen und reichten sie
unter der Bank weiter. Und nicht wenige Eltern beklagen Telefonrechnungen von einigen hundert Mark ihrer Sprößlinge. Schon gibt es Prozesse gegen Netzbetreiber, wegen Verletzung der Aufsichtspflicht. Ist die Telefonkarte leer, wird verstärkt die Notrufzentrale angerufen. "Waren es früher einige Dutzend Anrufe pro Tag, kommen bis zu 700 Anrufe in einer Schicht rein" berichtet ein Telefonnothelfer. Hunderte,
Tausende werden da, nebenbei und ohne bleibenden Wert, ausgegeben. Ohne
Wert, aber nicht wertlos. Wo wird das hinführen. Bei den einen in die
Überschuldung - das haben wir heute schon. Bei den anderen in einen Technikkaufrausch,
den ich heute schon beobachte. Schau ich in die eintrudelnden Mails, finde
ich Aussagen, wie: "Ach, neben meinem Palm habe ich noch einen Revo gekauft.
Und das Zubehör gleich mit. Dazu noch einen Nokia-Kommunikator und morgen
den neuen UMTS-Zugang." Immer dabei, Geld auszugeben. "Besinnt euch, möchte ich manchmal rufen", und "kehrt um", doch das will keiner hören. Manchmal wäre Beschränkung auf das, was man wirklich braucht, sinnvoll. Doch wer entscheidet, was sinnvoll ist? Wahrscheinlich nur das eigene Portemonnaie. Erst wenn es dort weh tut setzt das Umdenken ein. Schaut euch die Benzinpreise an. Nein, nicht die Ökosteuer oder die Grünen oder der Dollar soll jetzt hier angesprochen werden. Erst jetzt, wo es bei vielen im Geldbeutel weh tut, werden sparsamere Autos gefordert. Plötzlich beschränkt man sich und überlegt einmal mehr, wohin die Reise geht. Die Autoindustrie reagiert und kündigt 1 Liter-Autos und Wasserstoff-PKW`s an. Der Umwelt ist es recht. Nur frage ich mich, wann kommt dieser Trend auch beim Handy? Wann werden wir richtig für diese Technik, von der wir uns heute beginnen, abhängig zu machen, bluten dürfen? Irgendwann wird es so kommen - vielleicht geschickter als es die Öl-Multis heute machen, ganz langsam, langsam aber kontinuierlich viel. Doch dann werden wir alle sagen: auf meine Online-Zeit kann ich unmöglich verzichten. Wir können. Oder wir
haben genug Geld. Ein weiser
Spruch sagt: "Ihr Geld ist gar nicht weg, es hat jetzt nur jemand anderes" Und so haben wir auch in der schönen neuen Welt, die Taschen ohne Geld meint ein
nachdenklicher 28. Oktober 2000 Die
eierlegende Wollmilchsau
Hallo Psioten, da
bin ich wieder. Nach dem es an dieser Stelle seit einiger Zeit sehr ruhig
war, möchte ich ab dieser Woche wieder, mehr oder minder regelmäßig, die
Kolumne einbringen. Neulich
fand ich in meinem Mailkörbchen die Anfrage, es war schon eher eine Forderung,
endlich einen MP3-Player für den Psion zu veröffentlichen. Einige User
verwechseln Psionwelt immer noch mit der Firma PSION. Macht nichts. Lieber User, dafür
das "die anderen" jetzt MP3´s hören können, dürfen sie auch alle paar
Stunden die Batterien wechseln. Noch dazu ist der Sound (wahrscheinlich,
ich habe es nicht getestet) nicht so gut, wie der eines reinen Player.
Machen wir doch einmal einen Test. Jeder stellt sich das WUNDERGERÄT seiner Träume zusammen. Bei mir sähe es dann wohl so aus:
(jetzt wollen wir mal nicht übertreiben :-) UND DAS ALLES IM GEHÄUSE DES JETZIGEN 5ERS!!! Und natürlich zum gleichen Preis. Der Batterieverbrauch darf natürlich auch nicht steigen. Nun,
was meint ihr? Und
doch kann sich schon jetzt jeder sein eigenes Süppchen kochen. In Zukunft werden wir modulare Palmtopsysteme haben. Verbunden durch Bluetooth können verschiedene Systeme kombiniert werden und miteinander kommunizieren. So baut sich jeder sein System zusammen, wie er es gerade braucht – wireless! Kein Kabelsalat mehr. Das Handy steckt in der Tasche, das GPS am Handgelenk an der Uhr. Das Headset wird wahlweise für den MPEG-Player und zum Telefonieren benutzt. Die Tastatur braucht kein Flachbandkabel mehr und wird nur bei Bedarf genutzt. Alle Zusatzgeräte, von der Digicam bis zum Radioempfänger sind, je nach Wahl, integrierbar. Zwar wird es bis dahin noch einige Geräte geben, die den Organizer mit dem Handy verbinden wollen, doch diese Halbheiten werden sich nicht durchsetzen können. Der Drang zum immer kleiner werdenden Handy widerspricht dem viel zu sehr. Denn will ich nur spazieren oder in die Disco, werde ich kaum mein halbes Pfund Hardware mit mir rumschleppen wollen. Schöne neue Welt – manchmal schreckst Du mich.
Jürgen Rode, Redaktion Psionwelt 21.10.2000 Hallo liebe Mitleser, wie Ihr alle wißt, schreibe ich meine Kolumnen eigentlich nur dann, wenn mir wirklich was einfällt oder bewegt. Ich versuche dadurch, das Niveau dieser Einrichtung ein wenig hoch zu halten, und es nicht in dem vielen belanglosen Kram, den man gerne im Internet findet, untergehen zu lassen. Deswegen gab es jetzt auch zwei Wochen lang keine Kolumne: Nicht nur, daß ich keine Zeit hatte, mir ist einfach nichts eingefallen. Selbst unter der Dusche nicht, wo mir normalerweise die Ideen für diese Rubrik kommen. Diese Woche ist mir bisher auch nichts eingefallen, und das, worüber ich heute schreiben will, ist eben auch einfach passiert, und es ist leider nicht lustig. Diese Woche ist eine Concorde abgestürzt. Es ist ja nun nicht so, daß das das erste Flugzeug ist, was je abstürzte. Okay, es ist die erste Concorde, die runterfiel. Aber erstens gibt es verhältnismäßig wenige davon (jetzt nur noch zwölf), und zweitens fliegen sie verhältnismäßig wenig: Fliegt eine 747 im Schnitt 13 Stunden pro Tag, so fliegt eine Concorde etwa zwei. Außerdem erfordern die hohe Geschwindigkeit und die hohe Temperatur ein enorm hohes Wartungsniveau, weshalb die Concorde nicht zu unrecht und auch nicht ganz unlogisch als das sicherste Verkehrsflugzeug der Welt gilt. Es ist mir eigentlich auch nicht so wichtig, daß es fast nur Deutsche waren, die von diesem Absturz betroffen waren, auch wenn das, und die weiteren Umstände dieses Absturzes und der Vorgeschichte besonders tragisch sind. Was mich so erschüttert ist dieses Foto, das durch die Zeitungen ging, und das von einem Amateurfotografen gemacht worden ist. Ihr kennt es sicher, deswegen ist es auch hier nicht noch mal abgebildet. Es zeigt die Concorde unmittelbar nach dem Start, wie sie verzweifelt versucht, an Höhe zu gewinnen, einen gewaltigen Feuerschweif hinter sich herziehend. Was mich so erschüttert ist der Gedanke an die Menschen auf diesem Foto, die in der Maschine sitzen, die vielleicht das Feuer schon bemerkt haben. Den Schrei, der durch das Flugzeug geht. Die Versuche der Piloten, die Maschine zu stabilisieren. Die Unmöglichkeit einer Rettung, ausgelöst durch die Besonderheiten, die die Concorde konstruktionsbedingt besitzt. Diese Piloten hatten keine, nicht die Spur einer Chance, und der Voice Recorder wird kein anderes Ergebnis an den Tag bringen. Ich will das nicht weiter ausmalen. Was mich so erschüttert ist die Tatsache, daß hier 100 Menschen zwei Minuten in schrecklichster Todesangst unterwegs waren. Ich habe dieses Foto heute morgen gesehen, und ich kann Euch nicht beschreiben, was ich dabei empfand. Es war einfach dieser Gedanke an die Menschen, die quasi auf diesem Foto sichtbar sind, und daran, daß sie gleicht tot sein werden. Dieses Gefühl hatte ich das letzte Mal vor vielen Jahren, als die Bilder der Challenger-Explosion durch die Medien gingen. Es ist mir egal, was die Ursache war. Es ist mir auch egal, wer die Schuld trägt. Es ist völlig wurscht, was hätte getan werden können. Es ist hier eine ganz schlimme Sache passiert, und ich weigere mich, eine Kolumne über irgendein anderes Thema zu schreiben und so zu tun als sei nichts gewesen. Es ist sehr unwahrscheinlich, daß irgendjemand, der von diesem Absturz betroffen ist, jemals diese Kolumne lesen wird, aber es erscheint mir wichtig, zu äußern, daß ich mich mit diesen Menschen - den Toten und den Angehörigen - sehr verbunden fühle. Es wird davon niemandem geholfen, aber wenn Ihr wollt, dann sucht Euch dieses Bild heraus und denkt eine Minute an die Menschen, die dort zu sehen - oder nicht zu sehen - sind. Diese Menschen können nichts für das, was ihnen passierte. Und wenn sie auch den Tod nicht gespürt haben, denn es ging sicher sehr, sehr schnell, so hatten sie alle doch eine ungeheure Todesangst und eine viel zu lange Zeit vor der Explosion, um sich darüber klar zu werden, daß sie gleich sterben werden. Das ist das wirklich Schlimme daran, und ich wünsche keinem Menschen auf dieser Welt, und sei er noch so schlimm, daß er sowas jemals erleben muß. Ich wünsche uns allen, daß sich ein solches Ereignis nicht allzu bald wiederholt, und Euch, liebe Leser, eine geruhsame Woche. Euer Ingo...
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Der revo-Stift... Ja liebe PsionWelt-Leser, diesmal gibt es die Kolumne mit kleiner Verspätung, aber das macht sie ja auch nicht schlechter, oder? Mein dieswöchentliches Thema ist der PSION revo, oder besser, der Stift des PSION revo, gesehen vielleicht als Symptom für eine gewisse Unart, die wir immer mal wieder bei PSION beobachten können. Also, der revo ist ja schon ein nettes Teil. Sehr viel Lifestyle (das ist ja heute sehr wichtig) verbunden mit der PSION-eigenen prima Software, einem wirklich guten Display und einer akzeptablen Tastatur. Akzeptabel für ein Teil dieser Größe. Und der Hingucker ist ja ganz zweifelsohne der Klappmechanismus. Ist schon eine Schau, wie das Teil beim Aufklappen den hinteren Deckel anhebt und dann Display und Tastatur an Schienen elegant aus dem Gehäuse hervorschiebt. Wenn er dabei nur nicht so billig knarzen würde! Aber das vergeht vielleicht mit der Zeit. Ja, und dann ist da noch der Stift. Der Serie5-Stift ist ja schon nicht der alleredelste. Sicher auch der Grund, warum Fremdfirmen mit Produkten wie dem Point5, einem Aluminiumstift, der in die Originalgarage am Serie5 paßt, Erfolg haben. Aber der ist ja wenigstens noch erträglich, mit Metallinnenteil und so. Den Originalstift meine ich. Aber dieser unsägliche revo-Stift. Meine Freundin hat das Teil gesehen, und der erste Kommentar war "Was ist denn das für ein Schaschlikspießerl?" (Anm. d. Freundin: Als erstes kam Pommesgaberl, dann erst Schaschlikspießerl.) .Und genau das ist er auch, dieser Stift. Ein Schaschlikspieß. Windiges, dünnes Plastik, leicht, keine Spur von Gewicht, nix edel oder Lifestyle. Und jetzt stellen wir uns das mal vor. Da geht man los und kauft sich für 900,- Eisen einen richtig netten Organzier, mit vielen Funktionen, und den ganzen Vorteilen, die ich oben schonmal erwähnt habe. Und dann ist da so ein Stift dabei!! Hat jemand schon mal den Stift vom PalmV gesehen? Der ist aus massivem Metall, schön schwer und wertig. Haha, da lacht doch sicher jemand. Aber das ist genau das, was es ausmacht. Warum setzen sich im Auto Geräuschdesigner hin und feilen am Blinkerklicken oder am Geräusch, das die Tür beim Zuschlagen macht? Weil sich alle diese Kleinigkeiten zu einem Gesamteindruck addieren. Und wenn dann ein Teil davon nicht stimmt, nicht hineinpaßt, dann leidet der Gesamteindruck. Ein Mercedes (Anm. d. Red.: Andere Automarken: BMW, VW, Renault, Toyota, Mazda, Kia, Chevrolet, Porsche u.v.a.m.) zum Beispiel, dessen Tür beim Zuschlagen klingt, als wäre sie aus dünnem Blech, würde einfach nicht mehr das berühmte Mercedes-Soliditäts-Feeling bieten. Und deswegen ärgere ich mich über den revo-Stift. Das Ding aus Metall wie beim Palm, das wäre einfach geil. Der Eindruck von Wertigkeit wäre überwältigend, man hat dann halt was richtig schweres in der Hand. Auch aus Plastik ließe sich vielleicht noch ein hochwertiges Teil zaubern. Aber dies Spießerl, das ich an jedem Imbißstand wiederfinde, ist wirklich das Letzte. Warum verstehen die Leute bei PSION nicht endlich mal, daß es gerade solche Dinge sind, die sich auf den Gesamteindruck eines Produktes nachhaltig auswirken? Beim netbook klappt es doch auch mit dem edlen Look & Feel, auch wenn die c't in ihrer neuesten Ausgabe bemängelt, daß sich der Ledereinband vom Gehäuse löst (was ich bisher nicht bestätigen kann). Das Ding macht einfach was her, und es strahlt Solidität aus. Es ist einfach schade, daß man nie ein Produkt aus dem Hause PSION findet, welches man nur in den höchsten Tönen loben könnte. Wie gerne hätte ich einmal einen PSION, an dem ich wirklich nur positives finde. Ich meine, wir PSION-User werden uns von sowas nicht abschrecken lassen. Aber es ist halt schwierig, potentielle neu-User von den Produkten aus dem Hause PSION zu überzeugen, wenn einem solche Kleinigkeiten (oder sollte ich schreiben Kleinlichkeiten?) die Argumentation unnötig schwermachen. Also bitte, liebe Produktdesigner bei PSION: Gebt dem revo den Stift, den er verdient. Und versucht, solche kleinen Mißgeschicke in Zukunft zu vermeiden. Wie wär's?? In diesem Sinne eine schöne Woche, der Ingo... Hallo liebe PSION-Gemeinde, heute werdet Ihr durch das Lesen dieser Kolumne Zeugen einer Premiere. Es ist die erste Kolumne, die ich auf einem PSI schreibe. Bisher war mein Laptop das höchste der Gefühle. Inzwischen habe ich aber mein netbook bekommen, und das ist nun wirklich das ultimative Gerät, um selbst längere Texte bequem und schnell darauf zu schreiben. Ja, und da sind wir dann auch gleich beim Thema der heutigen Kolumne: Das netbook. Wozu braucht man das Teil? Wo ist das Anwendungsgebiet? Sind die dreitausend Mark zu viel? Gibt es Haken? Der Reihe nach. In meinen Augen hat das netbook durchaus eine Daseinsberechtigung. Der Bildschirm ist größer und besser als der des Serie5. Klar, er ist farbig und heller und so. Die Tastatur ist nochmal eine Welt besser als die schon gute des Fünfers. Endlich erreiche ich die deutschen Umlaute ohne Verrenkungen, den Bindestrich auch, und der Hub und die Tastengröße machen das Schreiben zu einer angenehmen Sache, fast besser als auf meinem Laptop. Das mit dem Anwendungsgebiet ist schwierig. Schauen wir uns mal die Vorteile des Serie5 an: Klein, kein Booten, gute Tastatur, relativ viele verschiedene Anwendungen, gute Kommunikationsfähigkeiten, viel Speicher, relativ lange Akkulaufzeit, kein Geräusch, stabiles Betriebssystem. Beim Laptop ist es die hohe Auflösung, die hervorragende Kompatibilität zu Windows (klar, läuft ja auch drauf), die in der Regel gute Tastatur, enorm viel Speicher, farbiges Display. Was vergessen? Das netbook vereinigt ein paar Dinge aus beiden Welten: Wir haben ein relativ großes Display. Eine Akkulaufzeit, die einen ganzen Tag lang ununterbrochenes Arbeiten erlaubt. Eine große Tastatur. Keine Wartezeit beim Booten. Viele Anwendungen. Farbiges Display. Viel Speicher mit guten Ausbaumöglichkeiten. Dazu kommen edles Outfit und gute Funktionalität. Sicher, das alleine reicht nicht unbedingt aus, um sich aufgrund rationeller Überlegungen einen netbook zuzulegen. Ich denke, die meisten, die sich so ein Teil kaufen, haben schon Erfahrung mit PSION und wollen einfach die Vorteile des netbooks gegenüber dem Serie5 nutzen. Ja, und dann sind da noch ein paar Freaks, die einfach immer das Neueste und Beste haben wollen. Da ist nichts Verwerfliches dran. Das Anwendungsgebiet des netbook ist dann denke ich dem des Serie5 auch recht ähnlich: Schnell wal was notieren, einen Text verfassen, eine Route nachschauen, vielleicht auch so Dinge wie eine Präsentation halten (mit der PCMCIA-Grafikkarte) oder im Internet arbeiten. Okay, um es einfach mal schnell in die Tasche zu stecken ist es zu groß, aber transportabel ist es trotzdem. Und das Outfit stellt jedes Notebook in den Schatten. Der Duft übrigens auch... Nicht vergessen sollten wir die professionellen Anwender, denn für die ist das netbook ja gemacht worden: Firmen, die ihre Mitarbeiter mit einem repräsentativen Notebook ausstatten und die Software dafür maßgeschneidert haben wollen. Am besten alles mit Firmenlogo. Ist ja alles möglich. Ja, dann sollte ich nach diesen Lobeshymnen vielleicht auch mal auf ein paar Nachteile zu sprechen kommen, die man meiner Meinung nach dem User auf keinen Fall vorenthalten sollte. Erstens, und das hat mich einen Haufen Ärger gekostet, funktioniert das netbook nur mit wenigen ausgesuchten Modems, zumindest wenn man für ein solches praktischerweise den PCMCIA-Slot verwenden möchte. Warum? Nun, ganz einfach: Dieser Slot verkraftet nur eine maximale Leistung von 400mW. Das ist enorm wenig. Ein K56flex-Modem von Gericom braucht 650mW, das gleiche Modell von RFI-Anycom sogar 800mW. Es schaut so aus, als ob nur die Modems von PSION-Dacom funktionieren. Und das finde ich ein wenig ärgerlich, denn so ein Modem kostet um die 400,-DM, und nicht 150,- wie die beiden anderen. Wie das mit anderen PCMCIA-Karten wird, wird sich zeigen. Zweitens ist die Grafikleistung des netbook gemessen an den Möglichkeiten der Hardware unter aller Sau. Das läßt sich ganz einfach selber rausfinden. Es gibt ein kleines Demo-Programm für eine 3D-Engine, heißt T3DS. Das läuft auf dem Serie5 merklich schneller als auf dem netbook. Komisch. Gibt es da eine künstliche Begrenzung im Betriebssystem, vielleicht um Strom zu sparen? Drittens: Die Farben. Die netbook-Hardware könnte ohne weiteres 4096 Farben darstellen. Tatsächlich sehen wir nur 256 Farben. Ist auch das vielleicht eine künstliche Begrenzung? Die ersten Prototypen waren da deutlich schneller und zeigefreudiger. Viertens: Das netbook wird tatsächlich immer noch über das gute alte RS232-Kabel an den PC angeschlossen. Wir sichern dann also 64Mb internen Speicher und ein 340MB Microdrive mit einer Datenrate von 115,200Bps. Das dauert dann ganz schön lange. Wo ist der USB-Port der Prototypen geblieben? Es gibt noch einen Punkt, der desöfteren schon angesprochen worden ist: Die schlechte Ablesbarkeit des Displays in hellem Umgebungslicht. Darin ist das netbook allerdings auch nicht schlechter als viele Notebooks. Das ist einfach prinzipbedingt, und daß das so vielen auffällt liegt denke ich einfach daran, daß die meisten von anderen PDAs umsteigen, und die kann man (außer den farbigen WinZ-Geräten) auch in solch problematischer Umgebung perfekt ablesen (siehe Serie5xx). Tja, Ihr seht schon, so ganz unbefleckt ist die Weste des netbook nicht. Aber trotzdem ist es ein geiles Teil, und ich geb ihn nicht mehr her. Ich würde an Eurer Stelle einfach folgendes machen: Schaut ihn Euch in Ruhe bei einem Händler an. Vielleicht kriegt Ihr sogar einen geliehen. Macht Euch ein eigenes Bild. Und wenn Ihr ihn kauft, nehmt ein PSION-Dacom Modem und kauft gleich einen USB-Reader für die CFs dazu. Oder einen PCMCIA-Adapter für Euer Notebook. Mit der Aussattung ist das netbook dann nur schwer zu schlagen, und es wird mit der wachsenden Auswahl an angepaßter (farbiger) Software sicher immer besser werden. Microsoft sollte sich warm anziehen. Denn trotz dieser kleinen Mängel schaut alles an WinZ-Geräten, die ich bisher so sah, gegen den netbook ziemlich alt aus... Ich wünsch Euch was, der Ingo... Das Netz ist der Computer (sagte einmal jemand von Sun) Manchmal ist es wirklich wie verhext. Da hatte ich doch eine Datei... wo hab ich Sie denn... es gibt ja nur ein paar Möglichkeiten: Am FirmenServer, oder doch am Client, hab ich die nicht zu Hause am Laptop bearbeitet, oder war es doch unterwegs, am Psion. Als SMS am Handy war es jedenfalls nicht. Mit zunehmenden Alter habe ich immer mehr das Verlangen alle Programme, und Daten immer am gleichen Ort zu finden, egal an welchen Computer ich arbeite. (Der Mensch ist eben ein Gewohnheitstier). In
Zukunft könnte ich mir das schon vorstellen....... Könnt
Ihr Euch vorstellen alle Emails auf einen Webspace irgendwo zu haben? Online
anstatt Synchronisation, ist das die Zukunft? Und mein Schwesterlein, setzt sich neulich zu meinem Firmen-Server bei mir in der Steiermark, ruft im Web-Browser Ihren Outlook-Kalender in Ihrer Firma in Wien auf, trägt sich ein paar Termine ein, ... und grinst Ihren großen Bruder an :-) Aha,
es wäre doch schön wenn das System auch am Psion funktionieren
würde.
Ich wünsche Euch allen ein schönes Wochenende Gabriel der Schmied www.feiner.at gabriel@feiner.at Guten Morgen liebe Leserinnen und Leser, ich schreibe bewußt "Guten Morgen", weil ich diese Kolumne eigentlich immer am Morgen schreibe, denn das ist denke ich die beste Zeit des Tages: Im Sommer ist es noch nicht so warm, die Luft ist frisch von der Nacht, man selber ist ausgeschlafen und erfrischt: Welche Zeit kann besser sein? Ich finde Big Brother klasse. Ich weiß, ich oute mich damit fürchterlich als niveauloser Voyeur, der sich jeden Abend hinter die Glotze klemmt und darauf wartet, daß die Andrea endlich mit dem John ins Bett hüpft, oder die Duschkamera den Jürgen dabei zeigt, wie er sich die Brusthaare rasiert. Hm, sagen da jetzt vielleicht ein paar, das klingt eigentlich nicht so nach DEM Ingo, den wir aus älteren Kolumnen kennen. Ich will Euch also erklären, was ich an Big Brother toll finde. Man hat ja deutlich gemerkt, daß das Interesse der Zuschauer ziemlich abgeflaut ist, als sie merkten, daß in Sachen Sex und Intrigen eigentlich ziemlich wenig läuft. Es haben dann wieder mehr zugeschaut, als Verona in den Container gezogen ist, klar, das war natürlich Publicity, aber die sensationellen Einschaltquoten wie am Anfang gab es nicht mehr. Es sind jetzt, wo ich diese Kolumne schreibe, noch eineinhalb Tage, bis morgen, Freitag abend. Im Container sind der John, der Jürgen und die Andrea. Die - wie sie eine Zeitung nannte - blonde Wuchtbrumme Sabrina ist ja inzwischen draußen. Ich halte es keineswegs für Voyeurismus, wenn man sich jeden Tag eine Stunde lang Leute in ihrem täglichen Leben anschaut. Okay, in einem Leben, was vielleicht nicht ganz der Normalität entspricht, aber doch ziemlich. Alle drei sind seit den vollen hundert Tagen im Container. Ich glaube nicht (und ich wähle bewußt das Wort "glaube") daß sich jemand so lange komplett verstellen kann. Was man hier jeden Abend sieht, das sind drei relativ normale Menschen. Naja, vielleicht auch nicht, der John ist ein so ein lieber Kerl, daß sich jede Frau, die ihn bekommt, die Finger abschlecken muß. Und die Andrea ist ja auch eine ganz eine Süße. Und der Jürgen mit seiner heißgeliebten Tochter ist vielleicht auch ein wenig exzentrisch. Trotzdem: Drei nette Persönlichkeiten, die sich in ihrem täglichen Zwang, den Tag im Container miteinander zu verbringen, zusammenraufen, und das eigentlich auch ganz gut hinkriegen. Sie geben viele Einblicke in ihre Persönlichkeit. Und sie zeigen uns jeden Tag die Bedeutung des Wortes "miteinander". Denn das meiste machen sie miteinander. Gegeneinander geht nicht, nicht da drin, und nicht hier draußen. Versteht mich jetzt nicht falsch, ich habe nicht jede Folge von BB gesehen, und ich bin auch nicht der Freak, und ich schau mir auch nicht jede Sendung an. Wenn ich mal keine Zeit habe, dann halt nicht. Und ich finde den Percy Hoven einfach nur unbeschreiblich schlecht (Das ist der Moderator von "BB - Der Talk", und der Typ lernt einfach nur alles auswendig, und leiert das Gelernte dann herunter, und... nein, jetzt hör ich lieber auf). Und dieser Personenkult um einzelne Leute ist doch auch furchtbar. Ich meine, was ist an Zlatko schon toll? Der Typ ist doch... in Bayern würden wir sagen "So bled daß's kracht", aber das sage ich lieber nicht. Der Kerl kann einem eigentlich leid tun: Jetzt wird er so hochgejubelt, und wenn die Leute ihn satt haben, wird er ganz hart wieder auf den Boden aufschlagen, und inzwischen HAT er denke ich damit ein Problem, denn inzwischen ist er so arrogant und eingebildet geworden, ich denke nicht, daß er so schnell in ein normales Leben zurückfinden kann. Und der Alex. Ha, der Alex hat ja jetzt seine erste Single rausgebracht. "Ich will nur Dich" heißt sie, und das, was ich bis jetzt davon gehört habe, deutet daraufhin, daß sich eine Sängerin abmüht und das ganze Lied singt, und er sagt im Refrain mit pseudosonorer Stimme "Ich will nur Dich". Tolles LIED, Alex! Naja, unser Alex, der Diplomatensohn, wird genauso schnell wieder verschwinden. Komisch eigentlich, daß keiner der drei übriggebliebenen so eine Moderatorseele ist. Der Jürgen will wieder zu seiner Family zurück, die Andrea ist denke ich einfach ungeeignet zum Moderieren (vielleicht täusche ich mich da), und der John ist froh, wenn er wieder daheim ist und seine Ruhe hat. Die ganzen auffälligen Typen - bestes Beispiel der Alex, der immer rumlief, als sei er in einem großen Wäschetrockner mit lauter Frauenwäsche gelandet, und hätte sich zu einem großen Teil darin verheddert - sind draußen. Sogar "Zladdy", der Held der Nation, wurde rausgewählt. Auch das gefällt mir an Big Brother. Okay, zugegeben, ich denke der Typ, der es in meinen Augen am meisten verdient hätte, wird nicht gewinnen. Dazu ist John einfach zu unauffällig. Aber er ist bei den Letzten, und das hat am Anfang keiner geglaubt. In Spanien läuft übrigens auch so eine Sendung. Da hat einer der Leute nur mitgemacht, weil seine Tochter operiert werden muß, und die Krankenkasse dafür nicht zahlt. Dafür wollte er das Geld. Seine Mitbewohner haben das jetzt spitzgekriegt. Und beschlossen, daß er auf jeden Fall das Geld bekommt, egal, wer gewinnt. Und die Zuschauer haben auch reagiert: Er wird einfach nicht rausgewählt. Toll, eigentlich. Und was hier mit der Sabrina passiert ist, als die Leute erfahren haben, daß sie soviel Schulden hat, war ja eigentlich auch nicht so verkehrt, mit den Spenden und so. Okay, das
ist alles nicht repräsentativ, und es ist sicher auch unfair, weil
das den vielen Bedürftigen Menschen nicht hilft, die vielleicht auch
unsrere Aufmerksamkeit verdient hätten. Hat BB eigentlich (!) nicht nötig, ich meine, dazu hat sie keiner gezwungen. Okay, mag sein, für die ist es leicht, sowas zu machen. Scheiß drauf (t'schuldigung), aber DASS sie es tun, ist wichtig. Und jetzt wird es Zeit, zu meinem Fazit zu kommen. Ich finde BB gut, weil ich mich einfach davor setze und zugucken, wie Leute miteinander leben. Weil ich nicht jeden Pfurz hinterfrage. Weil es eigentlich unwichtig ist, ob es Regieanweiseungen nun gibt (was ich nicht glaube), ob es Manipulationen darüber gibt, wer drin bleibt oder nicht (was ich auch nicht glaube). Weil ich es genial finde, wie die Leute "da drin" ihre eigene Show machen. Weil ich diese beiden wohltätigen Aktionen gut finde. Und weil ich zu den Leuten gehöre, die Verona schon immer für eine superschlaue Frau gehalten haben, die mit ihrer "Blödheit" einfach nur gut spielt. Was die gute da drin so vom Stapel gelassen hat, das hat so Blondchen (liebe blonde Frauen, ich weiß, daß Euch dieses Wort hier jetzt ankotzt, aber ich wählte es ganz bewußt, denn Verena entspricht diesem Klischee einfach. Ich halte aber nicht alle blonden Frauen für doof) wie Verena (die sich jetzt auch als Moderatorin versucht *seufz*) so krass in den Schatten gestellt, da hat eigentlich jeder merken müssen, daß da mehr dahinter steckt. So jetzt habe ich Euch wieder viel erzählt, wieder mal hat es reichlich wenig mit PSION zu tun, sondern eher mit... ja, mit was eigentlich. Aber vielleicht regt Euch diese Kolume ja mal wieder zu einer Diskussion oder zum Nachdenken an. Oder nur dazu, mir eine böse Mail zu schreiben. Und dazu ist sie ja da. Ich wünsch Euch eine schöne Woche, der Ingo... Nach dem Super-Ingo's Kreativität diese Woche ausgeblieben ist, muß der Steff mal wieder herhalten. ;-) Wie letzte Woche bei Ingo, geht es bei mir nun auch um Handys bzw. um die Netzbetreiber in Deutschland welche bei mir langsam den Eindruck erwecken, als ob sie vom Kundenansturm lamgelegt wären. Vor einigen Tagen erhielt ich eine Mail von einem User, der seine Probleme beim größten deutschen Mobilfunkanbieter schilderte: Nämlich D2. Seine
Probleme traten in Form einer Vetragsänderung auf. Herr Müller (Name von
der Redaktion geändert) wollte nun endlich in den Genuss von D2-BestCitySpecial
kommen. Herr Müller rief also aus diesem Grund am 7. April bei der D2-Hotline an. Die nette Dame am anderen Ende der Leitung sagte, dass der neue Tarif ab dem 12.04. gelten würde - dem nächsten Rechnungstag von Herrn Müller. Am 17.04. begann Herr Müller dann richtig zu telefonieren - es kostet ja fast nichts mehr - bei unglaublichen 15 Pfennigen! Die Ernüchterung kam ca. 2 Wochen später per Post in den Briefkasten. "Sehr geehrter Herr Müller, wir
freuen uns, dass Sie sich für D2-BestCitySpecial entschlossen haben. Ihr
Vertrag wird am 12.05. umgestellt. Häää?
12.05?! Toll! Nun folgte ein weiterer Anruf bei der Hotline. Das Problem konnte jedoch nicht gleich gelöst werden und D2 versprach einen Rückruf. Und auf diesen wartet Herr Müller heute noch … Herr Müllers Problem war nur eines von etlichen andern Fällen, von den man so mitbekommt. Alle Netzbetreiber sind zwar auf Kundenfang, aber um den großen Ansturm scheint sich keiner zu kümmern. So ist es kein Wunder, dass die Hotline total überlastet ist und man erst nach ca. 20 Minuten einen Servicemitarbeiter zu sprechen bekommt. Die Überlastung zeigt sich aber noch in anderen Bereichen. So mußten am Anfang des Jahres viele Viag Interkom Kunden sehr lange auf ihre Rechnung warten. Auch meine,
in der Mailingliste geäußerten Probleme, die ich "Geisteranrufe"
nenne, häufen sich in letzter Zeit. Bei diesem Problem werden Verbindungen
aufgebaut, ohne, dass derjenige (von dem das gespräch ausgeht) etwas
davon mitbekommt. Meiner Meinung
nach sollten sich die Provider ersteinmal um ihre bisherigen Probleme
kümmern anstatt allen Möglichen Schnick-schnack wie WAP einzuführen.
Ich wünsche Euch allen ein schönes Wochenende Steff Hochverehrte PSION-Gemeinde, ich begrüße Euch alle ganz herzlich zur dieswöchentlichen Kolumne. Das Thema heute ist Fortschritt, und wie es in Deutschland doch immer wieder möglich ist, sinnvolle Neuerungen und Innovationen auszubremsen, meist durch behördliche Willkür, manchmal aber auch durch schlichte Dummheit, Bequemlichkeit oder Sturheit. Neulich
bin ich hier in München mit dem Bus gefahren. Das passiert manchmal sogar
mir, der ich sonst chronisch die umweltfeindliche, aber bequemere Fortbewegung
per Auto wähle (jawohl, ich habe meine Schwächen, ganz unbestreitbar).
Ich bin also Bus gefahren. Dienstlich. Und während ich da so fuhr (also,
der Fahrer fuhr, ich saß nur drin) klingelte plötzlich mein Handy. Natürlich
auch dienstlich, und durchaus wichtig. Ich bin also hingegangen, und während
ich in diesem fast leeren Bus (ich saß ganz hinten, und irgendwo weiter
vorne saßen ein altes Mütterlein und etwas entfernt davon zwei Jungs)
zu telefonieren versuchte (die Münchner Busse sind mitunter recht laut)
schnauzt mich der Fahrer über die Sprechanlage an, ob ich denn keine Schilder
lesen könne, und ich solle gefälligst mein Handy ausschalten. Und das
Ganze wie gesagt in einem Ton, daß's der Sau graust (sagt man hier so). Ich
bin dann aufgestanden, natürlich weitertelefonierend, und habe mir den
Grund jener Rüge angesehen, und tatsächlich prangt unter den zahlreichen
Hinweispiktogrammen über dem vorderen Eingang, die regeln sollen, was
denn nicht erlaubt oder was erwünscht ist, ein Schild mit einem rot durchgestrichenen
Handy, direkt neben dem mit den durchgestrichenen Rollerblades. Aha, also
Handys verboten. Ich fragte den Fahrer in einer Gesprächspause, ob ich
dann mein Handy überhaupt nicht mit in den Bus nehmen dürfe, verstieß
dabei aber schon wieder gegen die Anweisung auf einem anderen Schild:
»Während der Fahrt nicht mit dem Fahrer sprechen.« Oh Mann! Ich
hab dann weitertelefoniert, woraufhin der Bus an der nächsten Haltestelle
hielt, um mich aussteigen zu lassen. Hab ich dann auch gemacht, wollte
sowieso raus. Der Fahrer hat mich dann noch äußerst wütend angeschaut,
ich hab gegrinst, da war er noch wütender. Er hätte sicher gerne sofort
angehalten, um mich rauszulassen, aber das ist verboten... Okay,
das war das eine. Das andere: Vor ungefähr zwei Jahren habe ich mal eine
Weile in London gewohnt und dort gearbeitet. London ist eine tolle Stadt,
ungeheuer mondän und weltoffen, man sieht sehr viele unterschiedliche
Menschentypen, viele Hautfarben und Rassen, aber darauf will ich garnicht
hinaus. In London ist immer überall irgend jemand am Telefonieren. Im
Bus, in der Tube (so heißt in London die U-Bahn, wo es auch meistens geht
mit dem Telefonieren), auf der Straße, ganz egal wo. Manchmal sind das
Hausfrauen, die mit ihrer Freundin ratschen, manchmal junge hübsche Mädchen
mit heißen Liebesschwüren, aber die meiste Zeit, zumindest an Wochentagen
tagsüber, sind es offensichtlich Geschäftsleute, die ihr Handy benutzen
und damit ebenso offensichtlich geschäftliche Gespräche führen. Und in
London gibt es keine Verbotsschilder in den Bussen. Weder solche für Rollerblades
noch solche für Handys. Worauf
ich heute hinauswill: In München gibt es diesen Tarifverbund namens MVV,
der aus ein paar Firmen besteht und zusammen mit den Stadtwerken den öffentlichen
Nahverkehr in der Isarmetropole betreibt. Dieser MVV hat irgendwann einmal
beschlossen, daß es wohl die Mehrzahl der Fahrgäste störe, wenn in öffentlichen
Verkehrsmitteln mit Handys telefoniert wird. Auf der anderen Seite beschwert
man sich in München massiv, daß so wenig Leute die öffentlichen Verkehrsmittel
benutzen (so wenig sind es nicht, wären es mehr, würde der MVV zusammenbrechen).
Ich will jetzt nicht behaupten, daß das Handy-Verbot daran viel ändern
würde, aber ich behaupte sehr wohl, daß es ein wenig ändern würde. Es
zeugt halt auch von einer gewissen innovationsfeindlichen Grundeinstellung,
Handys zu verbieten. Handys sind Bestandteil der heutigen Zeit und nicht
daraus wegzudenken. Ohne Handys würde heute schon die Wirtschaft zu einem
großen Teil lahmgelegt. Mobile Kommunikation ist die Gegenwart. Warum
werden wir in Deutschland immer wieder mit gegenwartsfremden Entscheidungen
konfrontiert, die die Entwicklung zwar nicht aufhalten können, aber doch
zumindest bremsen oder auch nur einen schlechten Eindruck erzeugen. Ich
denke jeder hier kann ein oder zwei Beispiele für eine solche Innovationsfeindlichkeit
nennen. Vieles davon ist vielleicht auch eine politische Sache, trotzdem
gibt es Dinge, die wir nicht aufhalten können, die kommen werden. Ich
erinnere mich an einen Streit zwischen dem Amtsvorstand und einem Personalrat
in einer Zulassungsstelle irgendwo in Deutschland. Ich hab den Namen der
Stadt wieder vergessen, aber der Vorstand wollte - in Absprache mit seinen
Mitarbeitern - auch am Samstag öffnen, um den Leuten zu ermöglichen, ihre
Fahrzeuge auch am Wochenende zuzulassen, wo viele einfach nur Zeit haben.
Der Personalrat hat das untersagt, mit einer sehr fadenscheinigen Begründung.
Da will ein Amt mal bürgerfreundlich sein, und dann darf es nicht (inzwischen
dürfen sie, man hat sich geeinigt). Manchmal
fühle ich mich an einen Hinterhof in einer beliebigen Stadt irgendwo in
Deutschland erinnert. Schön, geschützt, mit viel Gras, Schatten, ein paar
Bäumen. Und mitten auf dem Rasen steht ein Schild: »Rasen betreten verboten«.
Und an der Hauswand zehn Meter weiter: »Spielen nur von zehn bis zwölf
und von fünfzehn bis sechzehn Uhr erlaubt«. Und da! »Radfahren im Hof
verboten!« Solche Schilder schreiben alte Menschen, die vergessen haben,
daß sie selber mal Kinder waren. Oder
denkt mal an die Ladenöffnugszeiten. Ich bin mir sicher, irgendwann werden
wir auch rund um die Uhr (oder fast rund um die Uhr) und auch am Wochenende
zumindest solche Sachen wie Lebensmittel im Supermarkt um die Ecke einkaufen
können. Wer einmal längere Zeit in den USA war und erlebt hat, wie wunderbar
das ist, nicht darüber nachdenken zu müssen, ob man es noch rechtzeitig
zum Supermarkt schafft oder nicht, der fragt sich, warum die Leute das
hier nicht schon lange machen. Sicher: Schutz der Arbeitnehmer, die dann
viel länger und zu dümmeren Zeiten arbeiten müßten. Aber: Ich bin mir
sicher, daß es Leute gibt, die auch dann arbeiten würden, weil ihnen das
aus irgendeinem Grund taugt, genauso wie Schichtarbeiter in der Bau- oder
Autoindustrie. Und dann haben wir ein ganz anderes Argument dafür: Mehr
Arbeitsplätze. Sicher,
ich weiß, das IST jetzt politisch, und ich werde mich nicht auf eine politische
Diskussion einlassen, das gehört hier auch nicht hin. Aber ich finde,
wir sollten immer mal wieder überprüfen, warum wir manche Dinge nicht
wollen: Aus Bequemlichkeit? Aus Dummheit? Aus Sturheit? Klar, nicht immer,
aber manchmal. Und wenn man von den manchmals dann einen kleinen Teil
ändert, kann es doch eigentlich nur besser werden, oder? Achja, und vielleicht
sollten wir auch ein kleines bißchen Kind bleiben. Das schadet nicht und
hilft dabei, manche Dinge aus einer anderen, kleineren, einfacheren und
jüngeren Perspektive zu betrachten. Ich
wünsch Euch ein schönes Wochenende und eine ruhige Woche. Servus, der Ingo... Hai allerseits, heute
gibt es wieder eine Kolumne zum eigentlichen Thema dieser Webpage, unserem
kleinen Freund, dem PSION. Diese Woche geht es um das Brot unseres kleinen:
Die Software und ihre verschiedenen... sagen wir Auswüchse. Aaalso.
Ich werde Euch jetzt mal erzählen, was ich so auf meinem PSION an Software
verwende. Das sind erst mal außer den eingebauten Programmen StreetPlanner99
und RoutePlanner Millennium. Das ist beides kommerzielle Software. Dann
verwende ich Jo Laiers PsiCallSave. Das ist Shareware und hat mich im
Endeffekt bei einem PSION-Treffen hier in München zwei Halbe Isartaler
Stationsweizen gekostet. Dann natürlich PhoneMan, das ist auch Shareware,
bei der ich das Glück hatte, eine freie Registrierung zu gewinnen. Ja,
und dann noch ein paar Freeware-Apps wie zum Beispiel Freechess, Hol5
oder Setscreen. Ja, ich oute mich, ich gehöre nicht zu den Leuten, die
Macro5 verwenden. Weiß nicht, ich hatte bisher nie die Zeit, mich damit
zu beschäftigen. Okay,
wenn wir das zusammennehmen, ist das doch ein gehöriges Stück Geld. Aber
darauf will ich gar nicht hinaus. Mir geht es um was anderes. Wenn ich
so nachdenke, und ganz ehrlich bin, dann hätte ich am liebsten alles,
und das möglichst umsonst. Oder wenigstens billig. Ich habe nun auch noch
meinen 5mxPRO gewonnen (Ihr erinnert Euch an dieses Adventsrätsel bei
PsioLogic?), ich habe also gar keinen schlechten Schnitt gemacht, und
wenn man Software testet, kommen natürlich noch ein paar Dinge hinzu.
Und trotzdem. Ich hätte dazu ein paar Gedanken... Denn so ganz richtig
ist dieses Streben nach „Billigtum“ eigentlich nicht. Nehmen
wir mal Steven Godfrey, das ist der Typ, der PhoneMan programmiert. Was
der an Arbeit und Updates in sein Programm steckt, das sollte so manchem
sogenannten professionellen Anbieter von Programmen tiefe Ehrfurcht einjagen.
Teilweise gibt er alle zwei bis drei Tage ein Update raus, baut neue Features
oder Handytypen ein oder liefert Bugfixes nach. Das ist schon echt der
Hammer. Und, was will er für sein Programm haben? Steinigt mich, aber
ich glaube, es sind 19 Pfund oder so (Habe jetzt nicht nachgeschaut).
Zum Vergleich: Mein letztes Update von StreetPlanner ist sicher ein halbes
Jahr alt, und das Kartenmaterial wird auch nicht einfach so erneuert.
Nein, man muß – wie bei RoutePlanner geschehen – eine neue Version kaufen.
Gut, die hat dann einen anderen Namen, und vielleicht auch ein paar neue
Features. Aber trotzdem. Grmbl!! Oder
wir nehmen den Jo, den ich ja nun auch persönlich kenne. Ich meine, der
Typ hat auch noch was anderes zu tun. Er studiert, arbeitet, hat eine
Freundin und will ein wenig Privatleben haben. Und dennoch kommt so jeden
halben Monat bis Monat ein Update der Datenbank für PsiCallSave. Schön
regelmäßig, komfortabel per Email. Das ist doch geil. Das ist ein Riesenhaufen
Arbeit, mit diesen Telefontarifen. Ich weiß nicht genau, wo der Jo seine
Infos herkriegt, aber ich denke, er wird halt auf den einschlägigen Websites
nachschauen, vielleicht in ein zwei Malinglisten drin sein und so. Das
ist echt viel, viel Arbeit. Ja,
und dann gibt es da noch die Freeware. Das ist bekanntermaßen Software,
die nicht bezahlt werden muß, und die jedermann zugänglich ist. Warum
solche Software? Es gibt sicher verschiedene Motive: Der Autor möchte
gerne bekannt werden. Der Autor ist ein barmherziger Mensch. Der Autor
ist ein Mensch mit viel Nächstenliebe. Oder es handelt sich um ein Programm,
das sehr einfach ist. Oder aber etwas tut, was man nur einmal braucht.
Wie zum Beispiel Hol5. Das Ding braucht man wahrscheinlich genau einmal.
Und vielleicht hatte der Autor moralische Bedenken. Oder er dachte sich,
daß dafür eh keiner zahlt. Egal. Tatsache ist, das es auch richtig gute
Freeware gibt. Wie eben Setscreen. Genial, klein, einfach. Benutze ich
täglich! Das
war die eine Seite. Die andere habe ich schon angesprochen: Die „Profis“.
Es gibt viele Beispiele, aber ich habe den Eindruck, daß alle Profis der
Meinung sind, daß ein Programm, das veröffentlicht worden ist, zu Ende
entwickelt ist. Jedes neue Feature ist ein Update und kostet Kohle. Manchmal
sogar richtig viel. Nehmen wir mal Microsoft. Ein Update von Windows auf
eine neue Version kostet Geld. Punkt. Ein Update von Word auf eine neue
Version kostet Geld. Punkt. Ein Update von Excel auf eine neue Version
kostet Geld. Punkt. Das einzige, was es umsonst gibt, sind Updates vom
Internet Explorer und vielleicht noch ein paar Goodies hier oder da. Oder
Bugfixes. Aber manchmal habe ich den Eindruck, daß es auch die erst gibt,
wenn die Öffentlichkeit Druck macht. Aber es ist nicht nur Billy, es gibt
noch mehr Firmen, denen eine solche Politik nicht fremd ist. Und eigentlich
ist das doch nicht richtig so, oder? Es gibt da dieses Beispiel mit dem
Auto. Wenn man schneller als fünfzig fahren will, muß man ein kostenpflichtiges
Update erwerben. Und wenn das Auto bei 170 auf der Autobahn einen Bluescreen
produziert, soll man rechts ranfahren und einen Reset machen. Wo
ist denn da die Relation? Nehmen wir nochmal meine beiden Shareware-Beispiele
von oben, PhoneMan und PsiCallSave. Beides sind Applikationen, nach denen
sich professionelle Anbieter eigentlich die Finger lecken müßten: Riesen
Anwenderbasis. Tolle Programmierung. Viele Features. Und was verlangen
die Autoren dafür? Reichlich wenig, finde ich. Und die Anwender sind ja
nicht blöd. Was tun sie also? Sie kreieren sogenannte Warez-Seiten, wo
im Internet Seriennummern, ganze Downloadversionen oder Cracks angeboten
werden. Auch für den PSION ist was zu finden, man muß nur suchen, und
die Sachen sind ja auch noch schön klein. So eine Komplettversion von
CorelDRAW!, das dauert schon, selbst mit ISDN, denke ich. Aber dennoch:
Das ist eine Reaktion, ob sie richtig ist, sei dahingestellt. However,
worauf ich heute hinauswill ist folgendes: Erstens möchte ich ALLE von
Euch, die Shareware über einen längeren Zeitraum verwenden und damit zufrieden
sind bitten, diese zu registrieren. Das ist echt nur fair, es gibt wirklich
Leute, die machen sich einen Haufen Arbeit mit dem Zeug, das Euch irgendwie
Euer Leben erleichtert. Ein kleines Dankeschön ist da angebracht. Und
Ihr wußtet vorher, worauf Ihr Euch einlaßt. Ende der Durchsage. Zweitens:
Liebe Softwareprofis, könntet Ihr nicht den Usern ein wenig entgegenkommen?
Okay, Ihr müßt Eure Mitarbeiter bezahlen, und Ihr wollt Geld verdienen,
sehe ich ja alles ein. Aber manchmal wäre ein bißchen mehr Service NACH
dem Kauf auch was Schönes. Und so Testversionen zum Download, wie das
beispielsweise Purplesoft macht, sind auch nicht schlecht. Das kurbelt
echt an. Und: Denkt mal über Preise und sowas nach. Es gibt Dinge, die
sollte man vielen Leuten umsonst zugänglich machen, und nicht für teures
Geld losschlagen. Finde ich. Da ist dann eben Idealismus gefragt. Drittens:
Liebe Betreiber von Warez-Sites: Ich kann Euch einen (!) Nutzen, den ich
auch selber manchmal in Anspruch nehme, nicht absprechen: Wenn (!) ich
Software kaufen möchte, es aber keine Testversion gibt, dann suche ich
schon mal nach einem Download im WWW, um mir einfach ein Bild davon zu
machen, ob ich eine bestimmte Software nun brauche oder nicht, oder ob
sie mir nützt oder nicht. Aber: Sinnlose Sprüche wie „Shareware sucks“
oder so sind nicht dazu geeignet, sich Freunde zu machen. Es ist doch
so: Die Programmierer, die die Shareware oder auch professionelle Software
programmiert haben, HABEN einfach einen Haufen Arbeit in das Teil gesteckt,
und viele stecken selbst danach immer noch Arbeit hinein. So etwas ist
einfach vorbildlich, und „suckt“ nicht. Daß dafür Kohle fließen muß, ist
logisch und rechtens. Und sie tun halt das, was sie für richtig halten:
Sie geben dem User die Möglichkeit, Software richtig zu testen. Okay,
über eingeschränkt funktionierende Software kann man streiten, über zeitlich
begrenzte nicht. Auch das ist fair. Ihr, liebe Warez-Anbieter, stellt
Euch auf die falsche Seite der Netiquette, und eigentlich sollte es sowas
nicht geben hier in der Worldwide Community. Münze
ich also diese drei Absätze auf Euch, liebe Psionisten, um, dann bleibt
folgendes unter dem fiktiven Schlußstrich der heutigen Kolumne stehen:
Wenn Ihr Shareware benutzt, registriert sie. Wenn nicht, runter damit.
Und wenn Ihr geklaute Software verwendet, denkt bitte darüber nach, wem
Ihr damit eigentlich schadet. Und wenn Ihr das rausgefunden habt, zieht
Ihr die Konsequenzen. So einfach ist das. Sicher, Du, lieber Leser, habt
jetzt auch wieder eine Moralpredigt kassiert. Aber ein wenig Nachdenken
schadet nicht. Und das Thema ist einen Nachdenker wert, oder? Oiso nachat,
pfiat’s Eich, Supergirl. Hallo
liebe PSION-Gemeinde. Sicher fragt Ihr Euch, was ich Euch heute, mit diesem
doch etwas merkwürdigen und nicht unbedingt mit PSION verwandtem Thema
erzählen möchte. Nun, ich weiß es selber noch nicht genau, aber ich weiß,
daß mich das Thema fasziniert, und ich möchte versuchen, Euch auch ein
wenig zu faszinieren, denn diese Kolumne ist ja etwas zum Lesen, und nicht
direkt was, was mit Information zu tun hat. Wenn Ihr hier also heute etwas
PSION-bezogenes sucht, dann lest bitte woanders weiter, denn heute steht
diese Kolumne unter einem etwas anderen Stern :-) Also,
es gibt da derzeit dieses Lied. Es heißt »Supergirl«, und es ist von einer
Gruppe namens Reamon. Vielleicht kennt der eine oder andere das Lied,
es ist recht ruhig, einen Hauch melancholisch vielleicht, und hat einen
ziemlich eingänglichen Groove. Okay, aber wir sind hier nicht dazu da,
Musik zu rezensieren. Was mich an diesem Lied nachdenklich macht ist,
daß es - vielleicht ohne das zu beabsichtigen - einen kleinen, geheimen,
könnte man sagen »kindgebliebenen« Teil von uns beschreibt. Der Refrain
ist: »And
then she'll say: »It's okay. I got lost on my way but I'm a supergirl.
And supergirls don't cry.« And then she'll say »It's alright. I got home
late last night but I'm a supergirl. And supergirls just fly.«« Ich
habe bis jetzt noch nicht so ganz rausgefunden, was mich daran so bewegt,
aber es ist vielleicht die Art, wie der Sänger von »seinem Supergirl«
erzählt: Er ist ein wenig stolz, daß sie »sein« Girl ist. Er ist sicher
ein wenig besorgt um sein Mädchen. Und ich denke, er versucht, Vertrauen
und Trost darin zu finden, daß sie selber von sich sagt, daß sie ein Supergirl
ist. Er klingt ein wenig wie jemand, der sich wahnsinnige Sorgen macht,
und sich selber trösten will. Ja,
und dann ist da noch das Mädchen selber. Sie versucht, auch sich selbst
mit diesem Satz Mut zu machen. Vielleicht ist ihr auch etwas richtig beschissenes
passiert. Ich meine, wenn sie spät heimkommt, ist das für sie ja noch
kein Grund, zu weinen, oder? Aber irgendwie meint sie, doch weinen zu
müssen, und sie macht sich Mut, damit sie es nicht tut. Und warum zum
Teufel erwähnt sie, daß sie fliegt? Ich meine, sie ist doch in dem Moment
schon zu Hause, denn sie spricht von »last night«, und trotzdem ist es
für sie wichtig, zu sagen, daß sie fliegt. Warum? Weil irgendetwas oder
irgendjemand Bedrohliches, Unheimliches da unten auf sie wartet? Oder
vielleicht, weil das Bedrohliche, Unheimliche sogar daheim auf sie wartet?
Und was meint sie eigentlich mit dem Fliegen? Mir hat mal jemand erzählt,
daß uns unsere Seele hilft, wenn es uns ganz schlecht geht. Die Seele
geht dann einfach weg und nimmt die bösen Gefühle mit. Und die Seele fliegt
dann immer, denn sie sieht alles von oben und entfernt, wie ein Vogel.
Supergirl, die Seele? Ich
glaube, ich kenne den Grund, warum dieses Mädchen ein “Supergirl” braucht,
und Ihr kennt ihn auch: Es passiert so viel Schlimmes in unserer unmittelbaren
Umgebung. Es passieren Dinge, bei denen wir alle wie wir hier sind wegschauen.
Jeder von uns kann betroffen sein. Es ist ganz egal, was es ist. Und keiner
hilft. So
wie neulich hier in München, als ein Slowene beim Aussteigen aus der U-Bahn
mit dem Fuß eingeklemmt worden und zu Tode geschleift worden ist. Heute
kam in den Nachrichten ein Satz dazu: »Von den am Bahnsteig stehenden
Fahrgästen kam niemand auf die Idee, die Notbremse zu ziehen.« Was für
eine Welt ist das? Was muß denn passieren, daß jemand etwas tut? Natürlich:
Nicht jeder denkt an die Notbremse am Bahnsteig. Aber trotzdem. Man kann
das doch beliebig ausweiten: Ausländer werden im Bus angepöbelt, Frauen
werden angemacht, und es ist uns allen wurscht. Ich
denke, ich sollte hier noch etwas einfügen: Ich weiß, wir alle haben diese
Missionierungen ziemlich satt. “Wir müssen unsere Welt verbessern” oder
dieser ganze Kram. Unsere Welt ist schon okay, wir werden sicher auch
keine Bäume ausreißen. Aber wir können ein bißchen was ändern. Und vielleicht
können wir uns alle mal wieder etwas mehr Zeit für uns, unser Inneres
Ich, die Familie oder einfach nur was Schönes nehmen. Und das ist auch
der Grund, warum ich diesmal nicht über den PSION schreibe. Wenn Ihr das
hier lest, und das doof findet, dann vergeßt diese Kolumne bitte einfach,
es wird nicht wieder vorkommen, sondern eine mehr oder weniger einmalige
Sache bleiben. Aber wenn Ihr versteht, wovon ich rede, und losgeht und
Euch dieses Lied anhört, und Ihr dann - und jetzt verrate ich Euch ein
kleines Geheimnis - einfach losheulen könntet, so wie ich, dann schaut
Euch ein wenig um. Ihr werdet sicher was sehen, wo auch Ihr was tun könnt. Das
Supergirl aus dem Lied: Jemand, der einem zu Hilfe kommt, wenn alles andere
versagt? Jemand – oder vielmehr etwas, was immer da ist, wovon wir nur
nichts wissen? Ist eigentlich auch nicht so wichtig. Wichtiger ist, daß
wir uns vergegenwärtigen, daß ein Teil von jenem Mädchen, das sein “Supergirl”
zur Hilfe holt, auch in uns drinsteckt. Wir alle können in eine Situation
kommen, wo uns kein Mensch hilft. Wo wir dastehen und ein Problem haben,
und alle sehen es, und schauen zu, aber keiner hilft. Und dann brauchen
wir unser Supergirl, damit auch wir uns nicht fürchten müssen vor dem,
was “da unten” auf uns wartet. Oder aber wir machen die Augen auf, schauen
hin, wenn jemand Schwierigkeiten hat, und helfen. Die Skinheads in der
U-Bahn, die Ausländer verprügeln. Der nette Mann von nebenan., der kleine
Mädchen anspricht. Oder der Handtaschendieb auf der Straße, der der alten
Frau wegen zwei Mark fünfzig eine auf die Rübe haut: Sie alle verlören
ihren Schrecken, wenn plötzlich alle hinschauen und eingreifen würden.
Das ist garnicht so schwer. Zum
Schluß noch etwas für Euch, was ich einfach weitergeben muß. Dieser Satz
wurde mir, der ich sicher nicht der Gläubigste bin, von jemandem gesagt,
den die allgemeine Medizin schlichtweg als verrückt bezeichnen würde.
Wirklich wahr, kein Scherz. Der Satz ist »Warum nennt Ihr Gott so? Er
hat den Menschen gesagt, wie er heißt: Er heißt »Ich bin da«!«. Das hat
mich sehr sehr nachdenklich gemacht. In
diesem Sinne ein schöne, ruhige Woche, ohne Streß. Der (heute etwas andere) Ingo... Hat die ZUKUNFT schon begonnen? "Navigate, die Intelligente Verknuepfung von Route- und Streetplaner" Ich sitze also im Auto und will zum Bankautomaten im Nachbardorf fahren. Ich denke ich probiere mal das Navigate aus und nehme mir 3 Minuten um das GPS und den ganzen Kabelsalat im Auto zu instalieren. Alles flux erledigt und es kann losgehen. Noch schnell die Route zum Geldautomaten in Streetplanner geplant (das Planen dauerte laenger als die Fahrt ;-)), Streetplaner beendet und Navigate gestartet. Routeplaner kommt hoch, naja, ganz schoen. Ein kurzer Tastendruck auf die Taste "s" und Streetplaner wird gestartet. Soweit sogut. Nur habe ich irgendeinen Fehler am 5er und die serielle Schnittstelle ist belegt. Navigate versucht nun mehrmals das GPS zu finden. Das geht halt nicht und nach 3 Versuchen kommt die nette Herrenstimme "Navigate wird wegen eines Fehlers neu gestartet". Haeh? Wieso neu gestartet? Die serielle Schnittstelle ist doch nach einem Neustart immernoch belegt, oder? Es kommt wie es kommen musste, Navigate startet "Navigate die intelligente ..." und findet das GPS natuerlich wieder nicht und, na was denkt ihr? Der nette Herr teilt mir mit: "Navigate wird wegen eines Fehlers neu gestartet". Ich komme mir vor wie bei den Teletubbies. Soweit so
gut, nach dem dritten Neustart fange ich an zu ueberlegen wie ich das
Programm am besten ueberliste? Als alter Psionhase kein Problem denke
ich, also flux in die TaskListe, Navigate ausgewaehlt (alles mit dem Stift,
weil Navigate im automatischen Modus alle Tastaturevents abfaengt und
keinen an die eigentliche Applikation weitergibt) und Klaro, Navigate faengt den Tastencode ab und die Taskleiste bekommt von meinem Anliegen nichts mit. SCHEISSE! Ich ueberlege kurz und habe die rettende Idee. Alle Programme sind auf Laufwerk D, also einfach die Klappe am CF-Slot aufgemacht und er findet das Laufwerk D nicht mehr. Apruptes Ende und nicht die feine englische Art, aber es hilft. Ich denke mir ich gebe dem guten Herrn Warok noch ne Chance, mache einen Softreset und probiere es ein letztes mal. Vorher starte ich nochmal kurz Streetplanner um zu testen, ob er das GPS jetzt auch findet. Gesagt getan, alles klappt. Navigate gestartet "Navigate, die intelligente ..." *ICH KANN ES NICHT MEHR HOEHREN!* Das GPS wird gefunden, es geht los. Das Programm funktioniert praechtig. Es teilt mir mit, dass es die Uhrzeit vom GPS uebernommen hat, TOLL! Bei Jeder Abbiegung sagt mir mein Psion wo es lang geht. Ich finde meinen Geldautomaten, wer haette das gedacht! Mittlerweile sind 15 Minuten vergangen, ich schalte meinen Psion aus und gehe Geld holen. Der Geldautomat
funktioniert tadellos. Ich hole beim Eismann noch einen Nachtisch fuer
mich und meine Frau, damit nicht auffaellt, dass ich 30 Minuten gebraucht
habe um Geld zu holen. Sie wuerde eh nur peinlich Fragen stellen. Ich
gehe zurueck zum Auto und schalte den Psion ein. Der Psion nimmt keinen Tastendruck an, ich kann mein Passwort nicht eingeben! Ihr ahnt warum? Navigate ist noch an und faengt alle Tastaturevents ab! *SUPERSCHEISSE!* Ich fahr also ohne GPS nach Hause, komme zur Tuer rein und meine Frau fragt mich warum es so lange gedauert hatte. Ich sage nur, dass beim Eismann die Hoelle los war und Sie freut sich ueber den Nachtisch. *GLUECK GEHABT*. Das einzige was ich dann noch gemacht habe ist ein Softreset und das Navigate von der CF geschmissen. Der Psion nervt mich noch mit der Meldung "Kann Schreiben auf Disk nicht abschliessen" weil der Herr Warok mit seinem Gedudel meine Batterie ausgesaugt hat und ich stell den 5er entnervt in die Ecke. Am naechsten morgen mach ich wieder meinen 5er an und schau in der Agenda was heute so ansteht. Nanu, heute gar keine Termine? Da war doch ein KickOff-Meeting um halb zehn? Huch, heute ist doch nicht der 26. November 2090? Das Navigate hat irgendwie ein falsches Systemdatum aus dem GPS geholt und meine Uhr verstellt. Sieht so die Zukunft aus? Ich glaube wir sollten der Zukunft noch ein bischen Zeit zum reifen lassen. Also Jungs, spart euch die Nerven, eure Batterien und die hundert Mark. Kauft euch dafuer ein Programmierhandbuch fuer OPL und schreibt euch ein paar Makros um Route und Streetplaner besser zu handeln. Das Geld ist so bestimmt besser angelegt! Ralf.Klueber@D2Mannesmann.de
Und nun die Stellungname von Warok: Das Programm Navigate wird von uns laufend gepflegt und in Intervallen upgedatet. Bei der nächsten größeren Änderung wird auch ein kostenloses Update ins Internet gestellt. Zu den Details: Das Navigate überprüft beim Start, ob eine Schnittstelle geöffnet ist oder ob die Druckereinstellungen korrekt sind. Im Fehlerfall wird abgebrochen und das Programm bis zu 5 Mal gestartet. Hierbei wird automatisch versucht, die festgestellten Fehler zu beheben. In der Bedienungsanleitung wird ausdrücklich darauf hingewiesen, dass Routen- und Straßenplaner beendet und die Schnittstelle geschlossen sein muss.
Sind Routen- und Straßenplaner gleichzeitig geöffnet, (auch ohne Navigate) kommt es zur Kollision und teilweise bis zum Absturz des Serie 5. Dies ist ein Problem der Firma Palmtop, auf das schon mehrfach hingewiesen wurde. Unsere Programmierer überprüfen trotzdem derzeit, ob es eine bessere Möglichkeit zur Automatisierung gibt. Grundsätzlich ist es sinnvoll, dass für die Spannungsversorgung über den Zigarettenanzünder Dauerplus verwendet wird. (Bei den meisten Fahrzeugen der Fall) Die GPS-Maus muss sich sonst bei jedem Starten neu initialisieren. Navigate ist so eingestellt, dass der Serie 5 bei externer Spannungsversorgung nicht abschaltet, also muss dann auch kein Passwort eingegeben werden. Es empfiehlt sich momentan aber auf den Passwortschutz während der Navigation zu verzichten. Auch hier sehen unsere Programmierer eine Lösung, beim Einschalten automatisch auf Tastaturmodus zu gehen. Als Besonderheit ist die Einstellung von Datum und Uhrzeit über die Satellitensignale gedacht. Fehler sind bislang bei vielen hundert Installationen nicht aufgetreten. Denkbar ist hier eine Setupfunktion mit/ohne Satellitenzeit. Treten Fehler auf, so findet man in der Bedienungsanleitung eine Checkliste. Ansonsten sind bei unseren Lieferungen Hotline und Hotemail angegeben und können kostenlos genutzt werden.
Mit freundlichen Grüßen, WAROK Computer & Software GmbH Gunter Warok. So, jetzt hat es mich also auch erwischt. Fast ein Jahr lang hat es gedauert, aber wie heißt es so schön? Was lange währt wird endlich gut. Also schaun mer mal. Jedenfalls bin ich das derzeit jüngste Mitglied im PsionWelt-Team geworden. Nein, nicht altersmäßig, sondern bezogen auf die Zugehörigkeit zu eben diesem Team. Die meisten kennen mich wenn als "Der Ingo", und dabei wird es auch bleiben. Naja, so ist das halt, wenn man den PSION hat, ist man halt doch irgendwie (vielleicht auch) mit ihm verheiratet. Jedenfalls geht es mir so, ich kann mir die "zweite Gehirnhälfte" oder den "dritten Gehirnlappen" auch aus meinem Leben nicht mehr wegdenken. Und das witzige dabei ist, daß man seine Umwelt infiziert. Manchmal jedenfalls. Manchmal mißlingt die Infektion auch. So wie bei meinem Boss. Der hat jetzt einen PalmV. Warum? Naja, er sagt halt, er will das Teil bequem in der Hemdentasche immer bei sich haben, und für das, was er machen will, langt der Palm. Sagt mein Boss. "Aber so ein PSION ist doch viel besser als der Palm. Kann viel mehr" sage ich. Ist doch auch so. Hat aber nichts genutzt. Und den revo gab's damals noch nicht. Der hätte ihn vielleicht bekehrt. Und wir haben jetzt einen neuen Kollegen. Aus Miami. Einen Ami also. Tja, und was hat der? Einen PalmV. Und wollt Ihr auch wissen, wieso? Klar wollt Ihr. Er hat einen PalmV, weil "drüben", in den Staaten, kein Mensch eine Ahnung von PSION hat. Außer den Freaks vielleicht, die sich wirklich mit dem Zeug beschäftigen. Aber auch nur die. "Psoin? What the heck is a psoin? Never heard of psoin!" war des Kollegen Kommentar. Er kann auch deutsch. Aber auch auf deutsch hatte er noch nie was von "PSOIN" gehört. Hm. Das erfordert denke ich keinen weiteren Kommentar. Ha, aber ein Erfolgserlebnis hatte ich dann doch: Mein anderer Kollege, der Clausi, der hat sich jetzt einen 5mxPRO besorgt. Dabei habe ich ihn nie missioniert. Er hat das Teil immer nur bei mir gesehen, ab und zu mal was gefragt. Und vor zwei Wochen ging es dann los: " Du, Ingo" sagt der " kimm, geh ma mir a Händi kaffa?" Damit tat er kund, daß er ein Mobiltelefon käuflich erwerben wolle. Komisch, ausgerechnet der Clausi, der sonst so tendenziell antikommunikativ war. "Wozu brachat I a Händi?" war der Standardspruch. Grund für den grundlegenden Gesinnungswandel war die Neueröffnung eines großen Elektronikmarktes hier in München. Und ein damit verbundenes Sonderangebot betreffend das S25 von Siemens. Nur 0,-DM, ohne Anschlußgebühr, inklusive 101,-DM Gesprächsguthaben. Wo soll das noch hinführen? Egal, jedenfalls kaufte er sich das S25. Damit hatte er sozusagen den mobilkommunikativen Teil seiner PSION-basierenden Kommunikationszentrale schon vorab erworben. Und wie er das eingesehen hatte, wuchs sein Interesse für meinen 5mx. Naja, und dann hat er ihn plötzlich bestellt. Okay, es gab ein paar Diskussionen mit seiner Frau "Du, sog amoi, spinnst, oder wos? Wos wuistn mit am so am Teil?". Vielleicht liegt das daran, daß Frauen kein Verständnis für PSION haben... nein, Unsinn, ich kenne einfach zu viele Frauen, die das schon haben. Also streichen wir das. Aber vielleicht lag es daran, daß er sich am Wochenende auch schon ein neues Auto gekauft hat? Naja, kein neues, aber eben schon ein neues, für sich zumindest. War kein Vermögen, aber eben Geld. Und dann noch sowas Überflüssiges wie einen PSION?!? Puh. Jedenfalls kam dann noch dazu, daß es Lieferschwierigkeiten gab (ich will da jetzt nicht näher drauf eingehen, sonst geht wieder die Diskussion los, und ich oute mich völlig), und so, aber eben, also vor zwei Stunden ungefähr, da kam er, der PSION. Per Post, und der Clausi ist mit ein paar Geldscheinen bewaffnet zum Pförtner gestürmt, um kurz darauf -grinsend wie ein Honigkuchenpferd - wieder ins Zimmer zu stolzieren, also STOLZIEREN, ja? Und dann Auspacken, Uhrzeit einstellen, Passwort eingeben, einen Eintrag in der Agenda machen, einen in der Adreßdatenbank (soll ich gekränkt sein, weil er seinen Namen und seine Adresse als erste reinschrieb, und nicht meinen??). Den Wohnort einstellen. All die netten kleinen Dinge, die man an einem neuen PSION machen muß. Ich gebe zu, ich war versucht, bei meinem einen Hardreset zu machen, nur, um dieses GEFÜHL auch mal wieder zu haben. Autosuggestion. "Ich habe einen neuen PSION". Zwei Sekunden später die Ernüchterung: Mann, die Arbeit. Die ganzen Daten wieder einspielen. Ach nee, vielleicht lieber nich. Und so hab ich es dann bleiben lassen. Aber die Infektion - um mein Thema vom Anfang wieder aufzugreifen - die hat funktioniert. Und der Clausi war auch nicht der erste. Und bisher sind alle zufrieden. Selbst meine impulsive Kollegin, die ab und zu schon mal was an die Wand wirft. "Scheißklump, vareckts!" kommt dann, und dann ein erboster Anruf bei mir, was denn wieder nicht gehe. Erklärung, und dann beruhigt man sich wieder. Generell ist man aber wie erwähnt zufrieden. Gut so. Und in meiner Firma, also in meiner richtigen Firma, denn das ist ja ein wenig kompliziert bei mir, also in meiner Firma gibt es auch ein paar Leute, die ihrem "Psychon" treu ergeben sind. Wir machen dann Zeitplanung unter JAVA und solche Sachen. Da ist sogar was richtig ernsthaftes im Busch. Vielleicht. Mal sehen. Gerade eben hatte ich noch ein kleines Gespräch mit einem anderen Kollegen, dem Andreas. Dem habe ich gleich erzählen müssen, daß der Clausi jetzt seinen PSION hat. Zack kam die Frage "Wozu BRAUCHE ich denn sowas?". Da habe ich eine Antwort drauf, die ich dem geneigten Leser als Abschluß und Denkanstoß ins Wochenende mitgeben möchte: "Man wächst mit seinen Möglichkeiten." Was ich damit meine, ist: Habe ich nur eine Adressverwaltung und einen Terminplaner, dann benutze ich (Logisch!!) auch nichts anderes. Kommt dann ein StreetPlanner hinzu, plane ich plötzlich meine Routen. Und dann bekomme ich PhoneMan und genieße es, wenn irgendjemand nach der zehnten SMS entnervt smst, wie zum Henker ich es denn schaffe, immer so endlose SMSe so schnell zu schreiben. Grins!! Und dann kommt Email und Internet-Browser, und ich beeindrucke jemanden, wenn ich mal schnell unterwegs die Schneehöhen abfragen kann, so daß wir noch im Stau stehend entscheiden können, wo wir denn stattdessen zum Skifahren hinwollen. Natürlich wird die Ersatzroute dann wieder mit RoutePlanner geplant... Naja, man kennt das ja. Also: Man wächst mit seinen Möglichkeiten. Sicher, auch mit seinen Aufgaben und seiner Verantwortung. Aber eben auch mit den Möglichkeiten. Und das ist doch immer wieder schön, oder? In diesem Sinne wünsche ich Euch (hoffentlich mal wieder) ein geruhsames Wochenende. Ob mit PSION oder ohne. Oder mit dem PSOIN. Oder dem Palm. Oder beidem, es soll ja Leute geben, die haben beides. Hm, ich hab auch ein Laptop und einen PSION. Ach, ich fang schon wieder an, ich wollte Schluß machen. Also. Schluß. Eine Vielzahl von guten Programmen gibt es für die Epoc-Szene. Unglaublich viele Tools, Spiele, Nonsens. Jeden Tag kommt etwas neues hinzu und selbst die Freaks unter uns haben es längst aufgegeben alles zu kennen. Der Normal-User,
der Managertyp, den juckt das alles herzlich wenig. Wo der Freak schon zwanzig Mal den Psion benutzte, hat der Idealuser den Psion einmal benutzt. Vielleicht abends noch mal in der Stammkneipe. Um ihn neben dem Handy auf den Tresen zu liegen, um die bewunderten Blicke der anderen Gäste zu erheichen. Wie, Du hast nur ein Handy? Pah. Der Freak schreibt seine Mails, schickt fünf SMSs und sucht begeistert in drei Datenbanken, nutzt den Telefonrouter, berechnet via Streetplanner die nächste Tour und bucht drei Überweisungen via Homebanking (bald auch mit dem 5er! - lasst euch überraschen) Die Grauzone der Anwender liegt irgendwo dazwischen. Und für die gibt es immer mehr Programme, deren Nutzen eher mässig, deren Preis aber um so höher ist. Was wirklich fehlt für unseren Freund, und dies würde ein Vorteil für den Freak, wie den Manager darstellen, ist eine vernünftige Synchronisationsoftware. Ein Programm,
daß sicher alle Transfers vom PC/Mac/Linux zum und vom Psion beherrscht.
Das diverse Formate berücksichtigt und am besten modular aufgebaut ist,
damit Erweiterungen spezifisch angepasst werden können. Vielleicht gar
als open source. Solange dies nicht gesichert ist, so lange wird Epoc nur ein System unter vielen sein. Ein gutes zwar, meines Erachtens sogar das Beste. Was nutzen
mir die tollsten Programme und Tools, wenn die Basis fehlt. Schade. Ein nachdenklicher Windows ... Gestern erlebt. Der Chef erklärt der Sekretärin, dass er absoluter EDV-Laie sei und das Gerät (ein Notebook) einfach funktionieren muss. Er ist viel unterwegs und hat seine Dokumente, Mails usw. auf seinem Notebook. Eine Katastrophe, wenn er bei einem Kunden sitzt und keinen Zugriff darauf hat. Leider ist der Windowsrechner abgestürzt und bootet nun bereits das dritte Mal im abgesicherten Modus. Das schafft Vertrauen... Und da er Vertrauen in die Sekretärin hat, hat er sie gerufen. Sie nimmt das auf die leichte Schulter, schliesslich kennt sie Windows und lässt sich nicht beirren, auch wenn das Teil halt mal abstürzt. Von ihrem Vater, einem Computerspezialisten weiss sie, dass Microsoft gute Produkte hat und bei diesen vielen Zeilencodes immer mal ein Fehler drin sein kann, ja eigentlich muss, da Programme auch nur von Menschen gemacht werden. Sie erklärt ihm, dass dies nun mal so sei und man damit leben muss. Das versteht der gute Mann nicht, schliesslich ist er in einem Beruf tätig, in dem Logik das A und O ist. Und ein Computer besteht doch nur aus Logik. Oder etwa doch nicht? Weshalb ich das erzähle? Nun, der Vorgesetzte besitzt auch einen Psion. Darauf verwaltet er seine Adressen und Termine. Der Psion war auch der Grund, weshalb ich ihn besuchte und Zeuge dieses Gesprächs wurde. Also: Er hatte ein ganz einfaches Anliegen: Ein Kollege kopierte ihm seine rund 1000 Adressen in eine Excel-Datei. Ist ja keine Sache, diese Datei mit mindestens 30 Bezeichnern in eine Psiondatenbank zu konvertieren - das meinte er (leider entdeckte ich das dBase-Konvertierungsupdate erst gestern um Mitternacht auf der Psion UK-Seite). Jedenfalls sah er mich ziemlich ungläubig an, als ich ihm erklärte, dass dies kaum möglich sei. Gut. Als entscheidungsfreudiger Mensch nannte er 15 Felder, die er unterwegs unbedingt benötigt. Nach ein paar Minuten hatte er seine gestutzte Adressdatenbank auf seinem Psion. Er war glücklich. Ich bewog ihn, ein Backup seiner Psiondaten zu machen. Schliesslich weiss man ja nie. Das sah er ein, rief ein weiteres Mal seine Sekretärin - sie ist schliesslich die Informatiksachverständige in seiner Firma - und liess sie auf seinem Notebook ein Psion Backup machen. Alles lief wie am Schnürchen. Noch 5 Sekunden, jetzt: Fertig. Allerdings fertig: noch bevor das Backup Programm die Dateien öffnen konnte, stürzte das Notebook ein weiteres Mal ab. Diesmal war die Sekretärin ausser sich - und als Verfechterin von Windows konnte sie nicht anders, als dafür dem Psion die Schuld in die Bytes zu schieben. So einfach ist das. Wäre ja noch schöner, wenn ein Psion für einen Windowsabsturz die Verantwortung tragen soll... Ich werde wohl ein weiteres Mal zu dieser Firma gehen und der Sekretärin "unseren" Psion schmackhaft machen. Dann kann sie ihrem Vorgesetzten auch in Sachen Psion weiterhelfen - oder wäre es gescheiter, dem Vorgesetzten PsionWelt nahezulegen, damit er sich über die Möglichkeiten seines Gerätes informieren kann? In diesem Sinne: Ein schönes Wochenende Fredy Ott
Wehret
den Anfängen? Eine merkwürdige Situation. Da sitze ich in einem Kreis von Frührentnern oder Anwärtern darauf und die Diskussion kommt früher oder später auf das Internet und Computer. Jeder weiß etwas, doch keiner hat Ahnung. Ich sitze, als deutlich jüngster, dabei und beobachte. Da erzählt man sich was man damit alles machen kann, aber als ich dann fragte, wer denn einen Internetanschluß hat, schaue ich in fragende Gesichter. „Aber ich doch nicht mehr.“ „Da bin ich doch dann schon zu alt zu.“ Ich staune. Mein Einwand, daß mit 58 Jahren, noch gute 20 Internetjahre kommen können, wird beiseite geschoben. „Da müsste ich mich ja noch mit Computern beschäftigen.“ oder „Jetzt habe ich mich die letzten Jahre erfolgreich gegen meinen PC am Arbeitsplatz gewehrt, da werde ich doch nicht in meiner Freizeit damit anfangen.“ Ich
staune noch mehr und zücke meinen Psion. Doch auch die tollen Möglichkeiten,
die ich mit meinem Palmtop habe, lassen die Herren kalt. Berührungsängste. Bekommen
wir eine völlig neue Zei-Klassen-Gesellschaft? Computis
und NonComputis? Wo
rühren diese Abneigungen her? Aber war das nicht in der Anfangszeit des
Fernsehens oder des Telefons nicht auch so – und heute nutzt es jeder
wie selbstverständlich. Erst als ich erzähle, daß AOL mit Time Warner die Möglichkeiten des Fernsehens per I-Net erst richtig möglich machen kann, wachen Sie auf. Neugierig, aber abneigend. „Blödsinn“ höre ich da. Nun, sage ich, warum soll ich noch in die Videothek gehen, wenn ich einen Film sehen mag? Ich wähle den Film aus, den ich sehen möchte und schon beginnt mein privates Kinoprogramm. Beste Qualität, bester Sound. Bezahlt wi | |