Psion-Anwender im Interview
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Heute beantwortet
unsere Fragen:
Holger Wessel aus Münster
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Holger, wie lange arbeitest Du schon mit einem Psion und wie bist Du dazu gekommen (Beruflich
/ Privat)? |
Private Interesse an Computer. Meinen ersten PSION, ein Gerät der Serie 3
(ohne a), habe ich ca. 1994 auf einem Flohmark gekauft. Obwohl er ohne Handbuch verkauft wurde, war ich sofort
begeistert von der intuitiven Bedienbarkeit. Die Programmiersprache OPL blieb mir die ersten Monate verborgen,
da ich ja kein Handbuch hatte, und durch ausprobieren hatte ich nur einige wenige Befehle erraten.
Dann habe ich im Laden den PSION Serie 3a gesehen, und war von dem 4 mal so großem
Bildschirm begeistert, aber vom Preis geschockt (über 1000 DM). Dabei habe ich aber auch entdeckt, dass man
das Programmierhandbuch bei PSION nachbestellen konnte, was ich auch prompt getan habe, und war von nun an begeisterter
Programmierer von OPL.
1996 habe ich mir dann für fast 1000 DM einen Serie 3a (1MB) geleistet. Nach
ca. 9 Monaten gab es ein Wackelkontakt am Display (nicht das Displaykabel). Im Rahmen der Garantiereparatur habe
ich das Gerät für 360 DM auf 2 MB erweitern lassen. Zusätzlich habe ich mir eine CF 4 MB gekauft.
Für den 3a habe ich dann auch die ersten richtigen Anwendungen für den Eigengebrauch programmiert. Mein
Videokassettenverwaltung und die Doppelkopf-Abrechnungsliste.
Da ich immer wieder mal nachschaute was PSION so neues rausbringt, habe ich mir
auch den Serie 5 angeschaut, als der rauskam. Anfangs war ich nicht so begeistert, da er sich scheinbar an Windows
orientierte (Strg-C für Kopieren anstatt wie gewohnt PSION-K). Und das Display, das bei vielen Lichtverhältnissen
schlechter lesbar war als das des Serie3(a).
Aber 3 Dinge haben mich schließlich doch überredet einen S5 zu kaufen:
- Die noch höhere Auflösung (640*240 = 153600 Bildpunkte = doppelt soviel
wie der 3a)
- Die Hintergrundbeleuchtung, um auch bei sehr wenig Licht an Daten zu kommen.
- Die super Tastatur, an die bis jetzt noch kein anderer PDA gekommen ist.
Also habe ich mir schließlich doch noch Ende 1998 einen PSION Serie 5 (8
MB) gekauft. Da ich mich inzwischen so an den PSION gewöhnt habe, und ich ihn auch fast immer dabei habe,
wollte ich gerne ein Ersatzgerät, nicht nur wegen des Displayproblems. Auch die Antwortzeiten bei Dialogen
mit Dateizugriffen waren bei der 128 MB CF mit ca. 1.500 Dateien einfach zu lang. Also kaufte ich mir im Juni 2001
einen PSION Serie 5 mxPro 32MB (gebraucht), und bin mit dem Gerät super zufrieden.
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Welche Anwendungen sind heute für Dich am wichtigsten? |
- Agenda (Termine),
- Uhr (als Wecker),
- Daten (Adress/Telefondatenbank),
- Wikipedia (Wissensdatenbank) im MobiPoket-Format,
- Super-BLT (Englisch-Deutsch-Übersetzer (eigenes Programm)),
- Notiz (kurz mal was Aufschreiben),
- Word (alle eigenen Passwörter) mit Passwort geschützt,
- Word (TAN-Listen),
- DoKoList (Doppelkopf-Abrechnungsliste (eigenes Programm))
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Nutzt Du andere PDAs und / oder synchronisierst Du mit anderen Geräten / Programmen
/ PC / Handy? |
Ich nutze keine anderen PDAs, (außer den Emulator für SW-Entwicklung)
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Welche Probleme / Reparaturen hast Du erlebt? Hast Du spezielle Lösungen gefunden? |
Mehrfach Kabelbruch (am Serie3a, am Serie5 und am 5mxPro), 6 mal selbst
repariert
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MP3 / Videos und Co. - sind Dir solche Sachen wichtig, nutzt Du andere Geräte dafür? |
Musik ist mir wichtig. Ich habe einen kleinen MD-Player für unterwegs. Wäre
schön wenn der Psion MP3 in HiFi-Qualität könnte.
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Wie schützt Du Deinen Psion? Welche Tasche / Hardcase verwendest Du? |
Eigentlich gar nicht, obwohl ich ein Vega-Lederholster habe, das bei dem gebrauchten
S5mxPro dabei war. Ich trage ihn immer offen in der Hemdtasche oder, wenn ich eine Jacke an habe, in der Innentasche
- immer ohne weiteres Schutzgehäuse. Ich habe noch eine Gürteltasche, in der ich ihn manchmal im Hochsommer
trage, wenn ich ein T-Shirt an habe. Er ist mit auch schon oft beim Bücken aus der Hemdtasche gefallen; auch
schon auf Fliesen oder Stein. Bis auf ein paar Macken hat er es aber immer überlebt. (Ein mal dadurch ein
Vollreset.)
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Zur Zukunft: Welche Funktionen fehlen Dir (mittlerweile) am Psion? |
- Farbdisplay,
- HiFi-Sound (MP3),
- Tastaturbeleuchtung
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Wie sieht Dein Traum-Psion aus? |
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Nun, er darf auf keine Fall größer werden. Das Hemdtaschenmaximum ist
bereit erreicht.
Nun
- müsste das Display viel besser werden. Der Sharp Zaurus C750 mit dem super
Farbdisplay zeigt doch wie es geht. Und dass man dann öfter die Akkus wechseln müsste, stört mich
nicht, solange es Standardakkus sind. Die kosten fast nichts und man kann immer 2 dabei haben.
- sollte die Tonqualität erheblich besser sein, sodass man ihn über Kopfhörerbuchse
auch als MP3-Player nutzen kann.
- sollte das OS in Bezug auf Sicherheit verbessert werden. Ich kann einfach nicht
verstehen, dass das Einschaltpasswort als auch die Dateipasswörter beliebig oft und schnell probiert werden
können.
- Da jeder Psion ja eine eindeutige UID hat, könnte man ihn so bauen, dass
nach einem Vollrest ein Urpasswort, das zur UID passt und zu Legitimierung dient, verlangen. Diese Passwort steht
in der Registrierungskarte (doppelt vorhanden) des Psions. Wenn nun jemand den Psion findet oder klaut, kann er
nichts mit ihm anfangen, da er das Urpasswort nicht kennt. Um nun ein Psion zu reaktivieren wenn man die Karte
verloren hat, oder der Psion legal ohne Karte in neue Hände gelangt kann man bei Psion mithilfe der UID (wird
bei der Urpasswortabfrage mit angezeigt) bei Psion das Urpasswort erfragen. Es wird aber nur per Post zugesendet,
damit ein Unberechtigter keine Chance hat. Wenn man die Registrierungskarte an Psion sendet, um den Psion zu registrieren,
rückt Psion mit dem Urpasswort bei abweichender Adresse nur nach Rückfrage bei dem per Registrierungskarte
registriertem Besitzer raus.
- Die IR-Diode(n) so anpassen, dass er richtig als programmierbare Fernsteuerung
dienen kann.
- Eine Debugging-Umgebung für OPL
- Eine C++ - Programmierumgebung für EPOC32 (optional auf CF wegen Größe)
- Ein diskreter Voralarm für alle Alarme. (z.B. 30 Sek. vorher geht der Psion
an und es ertönt ein kleiner leiser Tastaturklick, dann 20 Sek. vorher eine dreifacher Tastaturklick. Dann
10 Sek. vorher ein diskreter "Beep" und erst dann der Alarm. So spart man sich manche Unannehmlichkeit
während Besprechungen oder anderer stiller Events.
- Fotosensor, der das Umgebungslicht registriert und bei Bedarf selbstständig
die Beleuchtung einschaltet.
- Von unten beleuchtete Tasten. Die weiße Schrift in den Tasten aus transparenten
Kunststoff und unter jeder Taste eine Mini-LED.
- Der integrierte AD-Wandler, der ja bereit die Spannung misst, wird noch etwas
genauer (10 - 12 Bit) und kann nicht nur die Batteriespannung und den Fotosensor abfragen, sondern auch den Lautsprecher
und eine zusätzliche externe Buchse an der Messschnüre angeschlossen werden können. Mit der entsprechenden
Software hat man dann ein super Multimeter dabei.
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| Bitte zeig uns ein Bild von Deinem Büro
/ Arbeitsplatz / oder wie Du sonst mit dem Psion arbeitest! |
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Bei der Arbeit (SW-Entwicklung); der Psion ist immer in der Nähe.
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Hast Du ein Motto für Deine Zeit-/Selbstorganisation? |
Je weniger Pflicht-Termine im Psion stehen desto besser. (Das beugt dem Herzinfarkt
vor)
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Und zum Abschluss: Welches Buch empfiehlst Du für unsere Amazon-Weihnachtsaktion? |
Mein Lieblingsbuch ist "Per Anhalter durch die Galaxis"
von Douglas Adams (leider schon verstorben)
Per
Anhalter durch die Galaxis
von Douglas Adams
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| Holger, wir danken Dir für das Gespräch! |